Tofino in Kanada: Surf-Mekka zwischen Wäldern, Meer und Wild Life

by Heidi
Tofino Fotography Aerial

Tofino auf Vancouver Island ist das Surf Mekka in Kanada und einer dieser ganz besonderen Orte, deren Existenz man am Liebsten geheim halten will. Wer aber in der Hochsaison im Sommer dort ist, merkt schnell: Gerade die Deutschen, die gern mit superteuren Wohnwobilen anrücken, haben „Tuff City“ schon längst entdeckt! Das tut dem Zauber des kleinen Örtchens mitten im Pacific Rim Nationalpark bisher keinen Abbruch. Mystisch ist es hier am Ende der Welt, atemberaubend schön und der Spielplatz von Bären, Wölfen, Walen und allerlei anderen wilde Kreaturen.

An den Surf Spots trifft man auf abgehärtete und freundliche Locals, die ihre Bretter den ganzen Tag auf der PickUp-Ladefläche spazieren fahren. Klar, angesichts der wilden Sommermassen machen die Tofitians über „Ze Germans“ & Co. schon gern mal Späßchen, aber der Vibe ist entspannt. Und das Gefühl, glasklare kalte Wellen zu surfen, während im Hintergrund der Nebel den Nadelwald verschluckt, brennt sich für immer im Gedächtnis ein.

Tofino - Wickanninish Beach

Happy Face – Danke Tofino!

Ja, Tofino hat mich sprachlos gemacht und ein Teil vom Herzen gefangen genommen! Binnen einen Jahres war ich gleich zwei mal hier und denke oft an die Zeit zurück. Um so schwieriger ist es, die Schönheit dieses Ortes in Worte zu fassen und ihr gerecht zu werden. Doch ich probiere es und erkläre, warum sich die lange Reise ans westliche Ende der Welt lohnt. In diesem Beitrag findest du alles über den Vibe von Tofino, ausgewählte Surf Spots und wie du einen Trip dorthin organisierst.


1. Anreise nach Tofino: Über den Ozean und durch den Wald

Tofino ist keines der Reiseziele, das man als Surfer sofort auf dem Radar hat oder von dem man häufig liest. Es ist ein bekanntes Geheimnis, das Eingeweihte miteinander teilen. Zum ersten Mal hörte ich von Tofino durch das gleichnamige Album der Band „Lions of Nebraska“, die der kleinen Surfer Stadt damit ein Denkmal setzten. Und eine kanadische Freundin bestärkte mich, das kanadische Kaltwasser Mekka unbedingt auf meine Weltreise Route zu setzen – mit ihren Stories von Walen im Line Up, die mit verloren gegangenen Foamies der Surfanfänger Ping-Pong spielten.

1.1 Geographische Lage von Tofino

Tofino liegt an der Westküste von Kanada, genauer gesagt am westlichen Ende von British Columbia, wo das Festland in Tausende kleine Inseln zersplittert und irgendwann in den Golf von Alaska übergeht. Das klingt nicht nur weit weg, sondern ist es auch – selbst die Kanadier von der East Coast rund um Montreal fliegen eher nach Frankreich, also dass sie an der Westcoast bzw. in Tofino enden. Abgesehen vom kanadischen Premierminister Justin Trudeau, der auch gern mal in Tuff City surft.

Tofino surfen - MapIn der obigen interaktiven Map (mit den wichtigsten Sights & Surf Spots) kannst du dir die Distanzen etwas genauer ansehen. Wegen der großen Strecken macht es Sinn, einen Surf Trip nach Tofino unbedingt mit einem Stopp in Vancouver, einer Tour an der kanadischen Westküste oder einem Besuch in Kalifornien zu kombinieren – wenn du schon mal da bist!

1.2 Anreise nach Tofino mit der Fähre ab Vancouver

Von Vancouver Downtown erreichst du Tofino in rund 7 Stunden. Man nimmt sich am besten am Airport einen Mietwagen (sauteuer, sofern versichert!) und fährt zur Horseshoe Bay, wo die Fähre nach Nanaimo auf Vancouver Island übersetzt. Eine vorherige Online Reservierung ist im Hochsommer unbedingt empfehlenswert, um garantiert einen Platz zu bekommen! Pro Strecke zahlt man für einen normalen PKW mit zwei Personen rund 60 Euro und die Fahrt auf den Riesendampfern ist ein echtes Erlebnis: Zwei Stunden über den Ozean schippern und sich den Wind um die Nase wehen lassen, während wolkenverhangene Berge vorüberziehen.

Anreise nach Tofino: (1) Fähre, (2) Fahrt durch den Wald, (3) Fast geschafft!

In Nanaimo angekommen verlässt du die Fähre. Mal haben wir von hier aus kurz noch Victoria besucht, oder sind direkt die rund 3,5 Stunden Autofahrt nach Tofino angetreten. Unter uns der Highway mit den charakteristischen gelben Streifen, darüber der blaue Himmel, drumherum ruhige Bergseen und Flüsse,  schneebedeckte Gipfel und immer dichter werdende Wälder. Irgendwann hört die Zivilisation und der Handyempfang auf. Dann empfängst du plötzlich das „Tuff City Radio“ und bis angekommen!


2. No palm trees in Tuff City: Was Tofino so speziell macht

Früher dachte ich immer, Traumorte brauchen tropische Palmen und exotisches Flair. Dann kam mit Tofino ungelogen der schönste Ort, den ich je gesehen hatte – und der so ganz anders war. Das Fischerdörfchen liegt mitten im Pacific Rim Nationalpark, zwischen uralten Nadelbäumen, umgeben von tiefen Buchten und hohen Bergen. Diese zerklüftete Inselwelt heißt „Clayoquot Sound“ – eine nach der indianischen Urbevölkerung benannte Meerenge. Hier wartet ein Paradies für Wanderer, Surfer und Tierfreunde, das mit wenig anderen Orten auf der Welt vergleichbar ist.

2.1 Indianerkultur im Westcoast Style

Das „Willkommen in Tofino“ Schild zeigt ethnische Schnitzereien – Adler, Fische und die einzigartige Aussicht. Noch heute ist die Gegend fest in indianischer Hand: Von den sogenannten First Nations gibt es unzählige Stämme, die sich als „Nuu Chah Nulth“ (sinngemäß „Alles entlang der Berge und des Meeres“) gemeinsam formieren. Viele Gebiete stehen unter ihrem Schutz und sie haben bei allen Bauplänen Mitsprache- und Vetorecht. So gibt es zwar ein Best Western Hotel in Tofino, das aber nicht so aussieht wie man es sonst kennt – weil es von einem First Nations Committee betrieben wird.

Tofino - Henry Roy VickersTofinos indianisches Erbe sieht man in Form von Totempfählen und Werken lokaler Künstler an vielen Ecken. Am auffälligsten ist die hölzerne Galerie mit Native Art von Henry Roy Vickers, doch auch Straßenschilder, Parks und Wanderwege sind gespickt mit Zeichen und Hintergrundinfos der Nations. Bei jedem Spaziergang kannst du so etwas lernen – ihr Brauchtum komplett gegenüber Fremden öffnen verbietet den Nuu Chah Nulth allerdings ihre Kultur.

2.2 Kleinstadt-Flair und nette Menschen

Hand aufs Herz: Tofino selbst kann man sich in 2 Stunden anschauen. Der Ort schlängelt sich die Hauptstrasse entlang, mit vielen nicht einsehbaren und im Dickicht bzw. am Wasser endenden Nebenstraßen. Ein hübscher Stadtkern lädt mit einigen Boutiquen, Surfshops, Cafés und Restaurants zum Bummeln ein – vor allem zum Sunday Market – und die Sonnenuntergänge an der Waterfront sind bei der Aussicht über Berge und Meer einfach spektakulär. Ansonsten gibt’s: NIX! Und das ist gut so.

In Tofino wird das Leben von Wassersport und Wild Life bestimmt: Das zieht Surfer, Bootsfahrer, Wanderer und Wal-Beobachter an. Sowie den ein oder anderen Hippie auf der Suche nach sich selbst.

Tofino Impressionen: (1) Waterfront mit Hausbooten, (2) Chill Doggo, (3) Rhino Café, (4) Sunday Market

Die meisten Locals wohnen in kleinen Siedlungen, versteckt zwischen dichtem Grün, wo sich auch mal ein Wolf oder Bär hin verläuft. Party beschränkt sich in Tofino auf ein bis zwei Pubs, um 21 Uhr haben die meisten Läden zu und der Vibe ist verschlafen-entspannt. Natürlich gibt’s gerade im Sommer auch Feste – wie das von allen ersehnte Käse-Wein-Spektakel oder ausufernde Konzertnächte in der Brauerei – doch davon musst du erst einmal rechtzeitig erfahren, bevor die Tickets von den Tofitians längst vergriffen sind. Sie entpuppen sich als entspannte Menschen und sind immer für einen Plausch zu haben – ein paar Ladies haben mir sogar detailliert von ihrem Leben an der West Coast erzählt.

2.3 What the fog: Ein Paradies für Surfer

Kaltwassersurfen ist ja immer speziell, da man sich im dicken Neoprenanzug gleich viel „härter“ fühlt und ein Waschgang doppelt so intensiv ist. In Tofino saugt dich zusätzlich die fantastische Kulisse ein, die übrigens auch in der Twilight-Trilogie zu sehen war: Vom Line Up aus schaut man auf dichte Wälder und sieht dem Nebel („Fog“) dabei zu, wie er langsam ins Tal kriecht. Manchmal hüllt er einen beim Surfen sogar so dicht ein, dass du das nächste Set (und das Ufer) nur noch erahnen kannst. Nach einer alten Legende soll der Nebel übrigens entstehen, wenn jemand Gräser pflückt – so sollen die korbflechtenden Indianer-Frauen früher die Fischer geärgert haben 🙂

Tofino Surf: (1) Sturmwellen am Chesterman Beach (Foto: Marcus Paladino / Wickaninnish Inn), (2) Wetsuit-Aliens im Neoprenanzug, (3) Geniale Surfkarre

Für Tofino spricht außerdem, dass die Surf-Community hier extrem freundlich ist: Jeder grüßt sich, sobald du öfters an einem Spot bist kennt man deine Nase, und ein kleiner Plausch ist immer drin.  Localism?! Gibt’s so gut wie gar nicht. Denn wenn sich einer im Wasser danebenbenimmt, weiß es gleich das ganze Dorf. Aus diesen Gründen hat sich Tofino unter Kaltwasserkennern aus aller Welt einen Namen gemacht, wobei die meisten Surfer aus Kanada und den USA kommen.


3. In Tofino surfen: Saison, Klima und ausgewählte Spots

In Tofino ist das Klima mild und die Lufttemperaturen variieren durchschnittlich zwischen 3°C (Januar) und 19°C (Juli). Mit Ausbrechern nach unten und oben! Aufgrund des konstanten Swells ist ganzjährig Surfsaison und es laufen immer Wellen, die je nach Jahreszeit allerdings unterschiedlich groß und kalt sind. Wer etwas verfroren ist, kommt im Sommer nach Kanada – und testet sich mit etwas weniger Neopren am Körper durch die vielfältigen Surfspots.

3.1 Frisch ist’s immer: Temperaturen im Sommer und Winter

Im Sommer ist das Wasser zwischen 13 und 16 °C „warm“ und ein guter 4/3er Neoprenanzug ist völlig ausreichend. An kühlen Tagen sind ein paar Booties dazu eine feine Sache. Die knie- bis kopfhohen Wellen (2 bis 4 Fuß) sind an vielen Surf Spots anfängerfreundlich; wobei einige Reviere eher den Fortgeschrittenen vorbehalten sind. In dieser Zeit ist es am vollsten in Tofino, trotzdem bleiben gewaltige Crowds wie z.B. auf Bali wegen der relativ abgeschiedenen Lage aus.

Im Winter ist „Stormwatching“ neben Surfen eine beliebte Aktivität in Tofino. Dann sollten sich wirklich nur hartgesottene, erfahrene Surfer mit dickem Neopren (6/5er Neo mit Haube, Handschuhen und Booties) ins arschkalte Wasser (8 bis 12 °C) wagen. Die Wellen sind im Durchschnitt 5 bis 8 Fuß hoch. An großen Tagen kracht es gewaltig mit bis zu 25 Fuß hohen Big Waves – das sind fast 10 Meter!

Tofino Neoprenanzug

Das Surf-Outfit im Mai: 5/4er mit Haube und Booties

Ich war das erste Mal im Juli in Tofino, bei tagsüber oft angenehmen 24 °C und Sonnenschein. Das Wasser war mit 13 °C frisch, aber mit der richtigen Ausstattung fror man nicht. Kernige Holzfällertypen paddelten sogar nur mit Boardshorts herum! Beim zweiten Mal besuchte ich Tofino im Mai, und es war deutlich frischer – ich brauchte einen 5/4er Wetsuit mit Booties und Haube. Christian, der sehr an den Händen schnell friert, hat sich sogar Handschuhe besorgt. Ich schätze, das Wasser hatte um die 10 °C.

Aus heutiger Sicht würde ich Tofino wieder jenseits der sommerlichen Hochsaison besuchen, erneut in den Schultermonaten Mai oder September. Dann sind die Luft- und Wassertemperaturen immer noch relativ angenehm, die meisten Touristen aber noch nicht da bzw. schon wieder weg.

3.2 Ausgewählte Surf Spots in Tofino und Umgebung

Vancouver Island wartet mit einer Menge Surf Spots auf, von denen die meisten zwischen Tofino und dem etwa 40 Kilometer entfernten Örtchen Ucluelet („Ukee“) liegen. Besorge dir zur Orientierung in einem Surf Shop die kostenlose Tofino Adventure Map mit allen Surf Spots sowie grundlegenden Hinweisen. Du kannst dir die Tofino Adventure Map mit einem Klick auch hier herunterladen.  Die schönsten Surf Spots (alles Beach Breaks mit gelegentlichen Steinen) sind diese hier, sortiert von Nord nach Süd.

Chesterman Beach (North & South)

Im Winter ist Chesterman Beach der begehrteste und konstanteste Surf Spot, der sich in zwei Buchten (North Chesterman & South Chesterman) aufteilt. Die Wellen sind in der kalten Jahreszeit groß (5 bis 12 Fuß) und schnell, brechen relativ steil und haben ordentlich Power. Im Sommer sind die Wellen viel viel kleiner und für alle Surflevel geeignet. Sie laufen dann aber nur bei massivem Swell. Dann lohnt sich der Wellen Check beim Chesterman Beach erst, wenn Cox Beach zu groß ist. Am Südende von Chesties sind die Wellen grundsätzlich immer etwas größer.

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Chesterman Beach (Foto: Wayne Barnes / Wickaninnish Inn)

Cox Bay

Cox Bay ist im Frühling, Sommer und Herbst der klassische Surf Spot mit Wellengarantie. In der sommerlichen High Season wird es schon mal sehr voll und der ganze Highway ist zugeparkt. Doch selbst dann verteilen sich die Crowds auf den verschiedenen Peaks sehr gut. Da man die Sets schon von Weitem anrollen sieht, ist Cox auch bei Anfängern beliebt. Nur bei zu großem Swell ab 6 Fuß – meist im Winter – macht Surfen hier keinen Spaß mehr, da die Wellen dann zu weit draußen brechen und Close Outs sind. Dann sollte man die nördlicheren Surf Spots von Tofino auschecken.

Tofino Cox Beach

Cox Beach am Abend

Long Beach

Mit fast 16 Kilometern macht Long Beach seinem Namen alle Ehre und ist der längste Strand auf Vancouver Island mit sehr vielen, teils unbekannten Peaks. Rechts und links vom Lovekin Rock in der Mitte der Bucht tummeln sich die meisten Surfer – Achtung: fiese Strömung am Felsen! Im Sommer ist Long Beach ein konsistenter Spot, der vor allem bei größerem Swell vielversprechend ist. Massen im Wasser muss man nie befürchten und nach ein paar Schritten am Beach kann man ganz alleine sein.

Tofino Long Beach

Long Beach mit endlosen Möglichkeiten

Wickaninnish Beach

Mein Lieblings-Surf Spot in Tofino! Wunderschöne Kulisse, wilder Strand und ein noch wilderes Meer. Die Wellen sind hier immer etwas größer als an den anderen Surf Spots in der Gegend, aber auch etwas leerer und sie haben ordentlich Power. Wickaninnish Beach ist ähnlich zum Meer ausgerichtet wie die Cox Bay, verträgt aber wesentlich mehr Swell. Dafür ist die Bucht weniger windgeschützt und das Wasser an stürmischen Tagen sehr choppy. Ansonsten ist Wick aber immer einen Versuch wert!

Tofino - Wickanninnish Beach

Wickaninnish an einem kleinen Tag

Florencia Bay

Nach einem steilen Abstieg vom Wald über die Klippen erreicht man die malerische Florencia Bay, die leider eher nichts für Surfanfänger ist: Es sind versteckte Felsen im Wasser und die Strömung ist sehr stark. Die große Landzunge neben der Bucht schützt vor nördlichem Wind, blockiert aber auch den Swell aus dieser Richtung. Nur bei großem Südswell fängt Florencia an zu laufen und zaubert dann vielleicht schnurgerade Endloswellen. Der Topp Tipp aller Locals, die hier gern am Wochenende surfen.

Florencia Bay ist bei den passenden Bedingungen ein Surfer Traum!

Florencia Bay ist bei den passenden Bedingungen ein Surfer Traum!

Wave Check leicht gemacht: Faustregeln von Tofino Locals

Kleine Grundregel von Tofino Locals, die natürlich für den Spot Check nicht immer die Strecke zwischen Tofino und Ukee abfahren wollen: Manche Spots (South Chesterman, Long Beach und Florencia) laufen eher an sonnigen Tagen. Dann weht der Wind oft aus nördlicher Richtung und wird von den Buchten der Spots abgeblockt. Andere Peaks (North Chesterman, Cox Bay und Wickaninnish Beach) können hingegen südlichem Wind besser standhalten, der an bewölkten Tagen dominiert. Oder um’s ganz kurz zu sagen:

Strahlende Sonne? Ab zum Surfen nach South Chesterman, Long Beach und Florencia Bay! Dicke Wolken? Check die Wellen von North Chesterman, Cox Bay und Wickaninnish Beach!

Tofino Long Beach - Spot Check

Spot Check leichtgemacht dank kleiner Fausregeln

Es gibt noch weitere Surf Spots zwischen Tofino und Ucluelet, von denen einige nur im Winter laufen und im Sommer reine Stand Up Paddling Zonen sind (z.B. Tonquin Beach, MacKenzie Beach). Andere sind wohlgehütete Geheimnisse, die man selbst entdecken muss. Surf Spots an anderen Orten Kanadas sind sehr ablegen (z.B. Nootka Island) oder laufen relativ inkonsistent (z.B. Jordan River bei Victoria). Insgesamt ist und bleibt die Gegend um Tofino das einzige Surf Mekka im Westen von Kanada!


4. Surfinfrastruktur in Tofino: Alles was das Herz begehrt? 

Tofino ist ein authentischer Ort, an dem Locals, Aussteiger, Hippies und Wassersportler inmitten der Natur friedlich koexistieren. In den letzten Jahren hat sich hier eine gute Surf-Infrastruktur entwickelt, so dass man sich fast um nichts sorgen muss und auch getrost ohne eigenes Material anreisen kann.

4.1 Surfshops & Surfschulen in Tofino

Im Stadtzentrum gibt es eine Handvoll sehr gut ausgestatteter Surf Shops, von denen ich z.B. Storm empfehlen kann. Hier gibt es alles was das Herz begehrt – von Surf Bikinis, Neoprenausrüstung und Kaltwasser-Surfwachs bis hin zu neuen Trendklamotten. Sogar Dinge wie die seltenen wasserfesten Vans gibts hier! Beim Long Beach Surfshop kann man sich sehr günstig ein Surfboard leihen, wenn man kein eigenes dabei hat oder nicht ohnehin eines von der Surfschule gestellt bekommt. Die weitere Anfahrt lohnt unbedingt der Relic Surfshop in Ucluelet, der mit das größte Sortiment an Equipment hat.

Surfschulen gibt es in Tofino Dutzende, die Kurse anbieten oder nach Bedarf auch nur Surfboards und die Neoprenausrüstung verleihen. Viele haben zusätzlich eigene kleinen Shop. Bei den meisten werden Surfkurse als Paket für maximal 1 bis 3 Tage angeboten und sind primär auf Surfanfänger ausgerichtet; oft kann man auch (noch) teurere Privatstunden buchen. Eine sehr gute Surfschule, und gleichzeitig die größte All-Female-Surf School der Welt ist Surf Sister. Hier wirst du von gut gelaunten Top-Surferinnen unterrichtet – wir kennen Surf Mama Krissy und wissen, dass du hier in guten Händen bist!

Tofino’s Best: (1) + (2) Pacific Surf, (3) Surf Sister, (4) Storm Surfshop, (5) Relic Surfshop in Ukee

Beim ersten Besuch in Tofino hatten wir unsere Bretter bei Pacific Surf Co. geliehen, der ältesten Surfschule im Ort. Die Boardgarage war diversen Surfboards (z.B. Soft Tops, Mini Malibus, Funshapes und Shortboards) sowie hochwertiger XCEL Neopren-Ausrüstung bestückt. Einen Surfkurs brauchten wir nicht, aber durften uns umsehen und mit dem Cheffe plauschen. Bei Pacific Surf steht das Vermitteln von Surf Skills im Vordergrund. Anfänger lernen gleich zu Beginn korrektes Verhalten im Ozean und die richtige Surftechnik – nämlich wie man selbst eine Welle erwischt, ohne seine Knie beim Take Off einzusetzen oder vom Surflehrer angeschoben zu werden. Pacific Surf bietet zusätzlich maßgeschneiderte Angebote für fortgeschrittene Surfer, wie reines Spotguiding oder Sessions zum Verbessern von Surfmanövern wie Turns und Cutbacks.

4.2 Wissenswertes für Free Surfer in Tofino

Du suchst keine Surfschule und keinen Rundum-Service? Kein Problem, innerhalb einer Stunde kann man theoretisch alle Surf Spots mit dem eigenen Auto abfahren. Oder man nutzt den Tofino Surfbus, der im Sommer kostenlos durch die Gegend kutschiert.

Entscheidest du dich für ein eigenes Auto, dann benötigst du ein Parkticket für den Pacific Rim Nationalpark, in dem viele Surf Spots liegen. Ohne kassierst du schnell ein Knöllchen, da die Ranger den ganzen Tag auf Patrouille sind. Tipp: Kauf dir gleich das Jahresticket für 39 CAD (ca. 25 Euro) pro Person. Das rentiert sich schon ab 6 Tagen Aufenthalt!

Tofino Park Ticket

Wenn du das Parkticket hast, musst du nur noch mit dem Neo kämpfen

Die Wellenvorhersage ist in Tofino witzigerweise genauso wichtig wie das Wetter: Im Tuff City Radio wird man stündlich informiert, welche Spots gerade feuern. Alternativ kann man selbst in den Surfshops nachfragen oder die üblichen Forecast Onlineportale checken.

4.3 Günstig Wohnen in Tofino: Eine Herausforderung

Tofino ist authentisch, weil ein Großteil der Landschaft unter Naturschutz steht und bauwütige Investoren keine Chance haben. Dasselbe trifft auf den Nachbarort Ucluelet zu. Dadurch sind Unterkünfte stark begrenzt und preisintensiv, weswegen man sich früh darum kümmern sollte. Ich hatte Glück und mir 4 Monate vor Anreise ein nettes AirBnB Apartment in Tofino gesichert. Erschwingliche Alternativen sind z.B. Hostels wie das Whalers on The Point Guesthouse direkt am Wasser, die man für den Sommerurlaub mindestens ein halbes Jahr vor Anreise buchen sollte. Ein Insider Tipp ist das günstige Lone Cone Hostel auf Meares Island (danke an Valeria für diesen Tipp):

„Das Lone Cone Hostel ist 10 Minuten mit dem Wassertaxi von Tofino entfernt. Wenn man dort übernachtet, ist das Taxi umsonst. Es ist wunderschön dort draußen und nach einem Hike auf den einsamen Lone Cone Mountain wird man bei wolkenlosem Himmel mit einer Aussicht über den ganzen Clayoquot Sound belohnt.“ (Valeria, Tofino Fan)

Schlechte Nachricht für Outdoor-Freunde: Wildcampen ist in Tofino und Umgebung verboten und wird von Park Rangern gnadenlos geahndet! Außerdem ist es je nach Standort gefährlich, da Bären & Co. nachtaktiv sind und schon von kleinsten Essensresten angelockt werden. Nächtliches Verweilen auf Parkplätzen ist an den meisten Orten ebenfalls untersagt. In Tofino gibt es am malerischen Mackenzie Beach einen Campingplatz, der aber teuer und im Sommer gnadenlos überlaufen ist. Wesentlich günstiger und ebenfalls beschaulich ist der Surf Junction Campground in Ucluelet. Von hier aus sind die südlicheren Surfspots sogar schneller erreichbar als von Tofino aus!

Tofino AirBnB

Unsere Cabin in Tofino mit Hauskatze

Ansonsten kann man in Surfschulen oder Surfshops nach Kontakten & Tipps für private Unterkünfte fragen. Manche Anwohner vermieten beispielsweise ihr Grundstück als Stellplatz für Zelte oder Bullis. Networking ist alles, um an solche Infos zu kommen! Gute Anlaufstellen können ebenfalls die Facebook Gruppen Used Tofino Buy Sell Trade oder Tofino Rentals sein, wo teilweise House Sitting Angebote oder erschwingliche Untermieten ausgeschrieben werden.


5. Westkanada erleben: Tipps für Tofino an Land

Surfen ist in Tofino für mich und die meisten anderen Menschen die schönste Beschäftigung! Aber auch sonst hat das kleine Örtchen einiges zu bieten. Und durch eine geschickte Tagesplanung kann man sich trotz Surf noch die Umgebung anschauen!

5.1 Kulinarisches: Fisch Tacos, Bacon Donuts und Bier

Wer surft, vor allem im kalten kanadischen Wasser, verbraucht viel Energie und kann Essen wie ein Scheunendrescher. Zum Glück gibt’s in Tofino viele leckere Bistros und Restaurants, von Low Budget bis Premium. Wir mögen die folgenden besonders gerne:

  • Tacofino. Die besten Fish Tacos auf ganz Vancouver Island locken lange Schlangen an. Etwas Zeit einplanen und gleich für die Buddies mitbestellen!
  • Rhino Coffee House. Gutes Frühstück und leckere Snack, wie zum Beispiel Donuts mit Ahornsirup und Bacon. Klingt falsch, schmeckt aber sooo richtig!
  • Kuma. Japanisches Restaurant mit leckerem Ramen und anderen Kleinigkeiten.
  • Wolf in the Fog. Eine der teuersten, aber auch besten Optionen in Tofino. Weltklasse Gerichte, tolle Bar und Ambiente für spezielle Anlässe.
Lecker: (1) Tacofino, (2) Tofino Brewing Co, (3) Maple-Bacon-Donus von Rhino Tofino, (4) Wolf in the Fog

Was du wissen musst: Ab 21 Uhr haben in Tofino viele Restaurants geschlossen! Für das Bierchen nach dem Dinner (oder nach der Surf-Session) sollte man unbedingt bei Tofino Brewing Co. reinschauen. In der kleinen Brauerei kann man sich sein Bier in sogenannte „Gowler“ abfüllen lassen und spart sich den Gang zum Liquor Store, da Alkohol in Westkanada nicht im Supermarkt erhältlich ist. Aber auch sonst lässt es sich hier nett Verweilen und ab und an finden Konzerte statt.

5.2 Trails: Auf wilden Pfaden wandern

Nutze dein Ticket für den Pacific Rim National Park nicht nur zum Surfen, sondern auch fürs Wandern. In der Tofino Adventure Map sind viele tolle Wanderwege durch die Wildnis eingetragen, die zwischen 30 Minuten und 6 Stunden dauern. Am schönsten finden wir den Schooner Cove Trail, der in einer einsamen Bucht endet sowie die verschlungenen Pfade rund um den Wickaninnish Beach (South Beach Trail & Nuu Cha Nulth Trail). Hier kommst du am kostenlosen Kwisitis Visitor Center vorbei, wo du mehr über die Kultur der First Nations Indianer erfahren und an Totempfählen vorbeilaufen kannst. Etwas längere Etappen bietet der Wild Pacific Trail rund um Ucluelet an.

Wandern: (1) Winzig zwischen dem Urwald, (2) Einsamer Felsen in der Schoner Cove und Chris, (3) Combers, (4) Stubbs Island

Wenn du etwas Wilderes möchtest, dann gönn dir eine Tour zu den abgelegeneren Inseln rund um Tofino wie Meares Island oder Nootka Island. Das ist etwas kostspieliger, soll aber genial sein! Wir hatten beim letzten Besuch das Glück, über den Victoria Day für wenig Geld nach „Stubbs Island“ übersetzen zu können – ein Paradies, das nur an 2 Tagen pro Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

5.3 Wild Life Watching zu Fuß, per Boot oder Flugzeug

Wandern lässt sich prima mit Wildlife Watching kombinieren. Auf einem Trail standen wir wie angewurzelt vor einem Wolf, Weißkopfseeadler kreisten über unseren Köpfen, und Otter tauchen im Kelp-Bett auch gern mal auf. Gerade in der Dämmerung sind viele Tiere aktiv! Bären liefen uns allerdings bei jeder Tageszeit vor die Nase bzw. kreuzten auf der Straße unseren Weg. Noch ein Grund, um Pacific Rim Nationalpark lieber etwas langsamer zu fahren – Meister Petz und seine Familie werden es danken.

Wild Life: (1) schlafender Braunbär, (2) riesiger Orca, (3) putziger See-Otter, (4)Weißkopf-Seeadler (Fotos courtesy of Tofino Photography and Go Tofino)

Wenn du Glück hast und Bären, Pumas oder Wölfe deinen Weg kreuzen: Unbedingt die überall ausgeschriebenen Verhaltensregeln beachten! Augenkontakt halten, groß machen, nicht rennen und sanft nach hinten den Rücktritt antreten. Es kann nicht schaden, sich vorab etwas darüber zu informieren. Besonders schnell entfernen sollte man sich übrigens von Tierkindern, da die Muttis keinen Spaß verstehen.

Schwer angesagt sind in Tofino Kayaken, Angeln oder Bootsausflüge zum Wale Watching. Von organisierten „Tiertouren“ bin ich kein Freund, aber in Tofino sind solche Angebote wenigstens stark limitiert. Letztes Mal gönnten wir uns einen Flug mit Tofino Air – eigentlich um die Landschaft zu bewundern. Ein atemberaubender Nebeneffekt waren die Wale, die wir von hoch oben aus gebührendem Abstand bewundern konnten. Selbst beim Surfen kannst du vom Line Up aus manchmal eine große Fontäne hochsteigen sehen und weißt, dass du großflossige Gesellschaft hast.

Wasserflugzeug von Tofino Air: (1) Pilotin Lisa, (2) Blick über die Schulter, Blick nach unten

5.4 Kleinstadtleben an der Küste genießen

Was für uns den Reiz von Tofino ausmacht ist auf jeden Fall das bunte Kleinstadtleben. Was man an einem Wochenende außer Surfen tagsüber so macht? Du gehst gemütlich Kaffee trinken und dann vielleicht im Second Hand Shop nach Schätzen graben – oder bei Merge Tofino, der wahrscheinlich hübschesten Boutique der Welt. Du besuchst Galerien lokaler Künstler wie Henry Roy Vickers, Mark Hobson oder Katsumi Kimoto – sie fangen die lokalen Vibes auf einzigartige Weise ein. Manchen Künstlern wie Deanna Lankin kannst du beim Sonntagsmarkt beim Malen sogar über die Schulter schauen. Du quatschst mit Leuten, die alle mega offen sind, über Gott und die Welt.

Abends kannst du dir den besten Lachs der Welt in deiner Kabine brutzeln, den du frisch vom Fischer bekommen hast, oder trinkst ein entspanntes Bierchen in der Brauerei. Den Sonnenuntergang kann man in Tofino gut am Strand verbringen, zum Beispiel am Mackenzie Beach. Teilweise sind Barbecue und kleine Feuerchen erlaubt, und die Lieblingsbeschäftigungen der Einheimischen. Ungeachtet des Wetters lassen sich Locals und Besucher dann die Salzluft um die Nase wehen und freuen sich des Lebens.

Tofino Freuden: (1) Merge Boutique, (2) Beachtime, (3) Outdoor Kunst

6. Fazit: Tofino ist ein feuchter Surfer Traum!

Tofino ist für mich einer der schönsten Plätze auf dieser Erde und hat sich bei meiner Weltreise gleich zwei mal auf die Route gemogelt. Sobald ich wieder gespart habe und der Flug nach Kanada gebucht ist, steht mit Sicherheit auch wieder Tuff-City auf dem Plan!

Ich hoffe, ich konnte dir Lust machen selbst einmal dieses kanadische Wunder zu entdecken! Schreib mir gern, wenn du Fragen oder Anmerkungen hast – oder als Tofino Kenner gern noch einen Tipp loswerden willst. Surf on!

Title Picture by Tofino Photography and Go Tofino

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16 comments

Stefan 26. August 2016 - 10:48

Hallo Heidi, ich war Anfang des Jahres für zwei Stunden in Tofino, dann musste ich leider wegen Verpflichtungen weiter. Damals hat mir das Herz geblutet, aber dein wunderschöner Beitrag hilft etwas bei der Heilung! DANKE! LG, Stefan

Reply
Heidi 26. August 2016 - 23:49

Hallo Stefan,
Echte Heilung wird dein Herz nur finden, wenn du wieder zurück nach Tofino fährst 😉
Ich kann das Gefühl sehr gut nachempfinden – mir ging es genauso!
Es gibt viele tolle Orte auf der Welt, aber nur wenige beeindrucken so nachhaltig.
Danke für dein Lob!
Liebe Grüße
Heidi

Reply
Philipp 26. August 2016 - 14:47

Hallo Heidi,
Tofino hat es soeben auf meine Bucket List geschafft 🙂 Und auch mein Fernweh wird durch deine Berichte immer größer!
Daumen hoch für deinen coolen Blog, mach weiter so und weiterhin eine schöne Weltreise.

LG aus Österreich

Reply
Heidi 26. August 2016 - 23:46

Hi Philipp,
Danke für dein Lob 🙂 Ich freue mich sehr, dass dir mein Blog so gut gefällt und Tofino es auf deine Bucket List geschafft hat. Du wirst es sicher nicht bereuen! Ich werde auch auf jeden Fall wieder hinfahren.
Liebe Grüße
Heidi

Reply
Bettina Weber 30. August 2016 - 6:58

Hallo Heidi. Toller Beitrag. Ich war auch im Juli in Tofino um ein paar Wellen im kalten Wasser zu surfen. Hab beim Lesen gleich wieder Sehnsucht gekriegt. Schade haben wir uns verpasst. Wild camping ist übringens möglich, nicht in Tofino selbst aber im Landfill. Etwas ausserhalb des Nationalparks:) liebe grüsse bettina von zuhauseaufreisen.ch

Reply
Heidi 2. September 2016 - 20:12

Hallo Bettina, ich freue mich dass dir der Beitrag gefällt und du Tofino ebenso liebst wie ich 🙂
Danke für deinen Tipp mit dem Wildcamping, das ist ein guter Hinweis für alle Reisenden!
Liebe Grüße
Heid

Reply
Daniel von Soulmush 31. August 2016 - 16:40

Wow… sehr ausführlicher Bericht. Kanada hat man Surftechnisch ja sonst nicht so auf der Liste… jetzt hab ich auch Bock 😀

Reply
Heidi 2. September 2016 - 20:12

Haha, supercool Daniel!
Ich freue mich immer wenn ich neue Reiseziele anregen kann! Wir werden nächstes Jahr auch wieder dort sein!

Reply
Jan 22. September 2016 - 15:47

Jaguare? 😀
Ansonsten sehr gut getroffen. War jetzt zweimal länger am Clayoquot Sound (2015 und 2016) und könnte schon wieder.

Reply
Heidi 23. September 2016 - 6:34

Ha, Jan. Ich meinte natürlich Cougars, sprich Pumas – und keine afrikanischen Steppentiere 🙂
Danke für den Hinweis und dein Lob!

Reply
uli 24. Februar 2017 - 22:05

hey heidi, braucht man in tofino unbedingt ein auto um sich von surfspot zu surfspot zu bewegen? bin im april dort, den surfbus gibts nur im sommer? sonnige grüße

Reply
Heidi 5. März 2017 - 12:28

Hallo Ulrike,
Ein Auto macht schon Sinn und ist auf jeden Fall bequemer, um nach Tofino zu kommen und die teils verstreuten Surf Spots anzusteuern. Allerdings kostet ein Mietwagen nicht wenig und muss rechtzeitig gebucht werden.
Alternative für die Hinfahrt wäre der Tofino Express Bus oder vielleicht ein Shuttle, falls du z.B. eins über deine Unterkunft buchen kannst. Oder Mitfahrgelegenheiten, die z.B. über die Facebookgruppe Work & Travel Kanada ausgeschrieben werden.
Der Tofino Beach Bus fährt laut Website (http://www.tofinobus.com/beachbus) wohl ganzjährig, aber im Sommer auf jeden Fall häufiger.
Kurz gesagt: Du wirst auch ohne Auto klarkommen, aber es wird schwieriger und dich ein paar Nerven kosten 😉
Ich hoffe die Infos helfen dir!
Liebe Grüße und viel Spaß
Heidi

Reply
Sarah Schmidt 1. Juli 2018 - 18:21

Hallo liebe Heidi,
vielen Dank für deinen tollen Bericht, hat bestimmt viel Zeit und Mühe gekostet, aber es hat sich gelohnt. Wir werden in ca. 3 Wochen in Tofino sein, um ein paar Wellen zu erwischen. Insgesamt sind wir 4 Wochen unterwegs. Ich bin völlig überfordert, was Klamotten und Unterkünfte (vorzugsweise Campingplatz mit Zelt) angeht… Wir fahren eher immer ohne Plan los und versuchen vorab so wenig wie möglich zu buchen um auch so frei wie möglich zu sein. Bisher sind wir damit immer sehr gut gefahren, aber das scheint zur Hochsaison in Canada etwas anders zu sein…Hast du ein paar Tipps für private Unterkünfte?

Ganz lieben DAnk und schönen Sonntag noch
Sarah

Reply
Heidi 4. Juli 2018 - 22:55

Hallo Sarah,
Uff… Im Sommer ist Tofino wirklich sehr voll und es ist schon Glückssache, spontan etwas zu finden. Neben den im Text genannten Tipps kannst du mal an den Notice Boards (z.B. bei Tofitian Coffee oder Beaches Grocery) schauen, ob jemand Neues sein Grundstück zum Campen vermietet. Ansonsten gibt es aktive Facebook Gruppen (z.B. Tofino Rentals und Tofino Local Rentals) wo du mal nachfragen kannst. Falls alle Stricke reißen, schaut mal ob ihr auf einem kleineren Campground z.B. am Long Beach oder bei Ucluelet etwas findet.Ich drück euch die Daumen!
Liebe Grüße
Heidi

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Marie 28. Mai 2019 - 22:23

Hi Heidi,

kurze Frage: Ich fahre im September/Oktober hin und bin gerade etwas unschlüssig, ob ich meine Neoprenboots mitnehmen soll… du hattest ja auf einigen Bildern welche an, wenn ich das richtig gesehen habe? Würdest du empfehlen welche mitzunehmen?

Liebe Grüße
Marie

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Heidi 4. Juni 2019 - 13:40

Hi Marie,
Ich war bisher einmal im Juli und einmal im Mai da. Und soweit ich mich erinnere, hatte ich jedes Mal neben dem 5/4er Wetsuit Booties an – und öfters sogar die Haube auf. Also pack ein was du hast 😉
Liebe Grüße
Heidi
P.S. Sonst gibt es vor Ort aber auch einige Surfshops!

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