Surfen auf Java: Inselliebe zwischen Dschungel, Wellen und Warung

by Heidi
West Java Surfer

Ja, ich bin verliebt. Schon beim ersten Blick bekam ich ein Kribbeln im Bauch und rieb mir angesichts deiner Schönheit ungläubig die Augen. Innerhalb weniger Tage nahmst du mein Herz gefangen, und nun kann ich nur noch an dich denken. Oh Java! Meine Inselliebe. Alles gefällt mir an dir. Dein lauschig grüner Dschungel, das blau funkelnde Meer, die unglaublichen Wellen und deine gastfreundlichen Bewohner. Trotzdem habe ich längst nicht alles von dir gesehen oder es geschafft, dich zu entschlüsseln. Du bist wie ein mysteriöser Typ, der mich mit seinen Geheimnissen unwahrscheinlich reizt und immer wieder anlockt…

Ähhh… Moment. Ich muss mich kurz kneifen, um wieder aus dem Tagtraum aufzuwachen. Das passiert mir immer, wenn ich an Java denke! In diesem Artikel versuche ich, meine Begeisterung in Worte zu fassen und nehme dich in meinen Inselalltag mit, so wie ich ihn einen Monat lang in West Java gelebt habe. Wo genau das war, werde ich an dieser Stelle allerdings nicht explizit verraten. Denn solchen kleinen Surfparadiese wollen aktiv gefunden werden. Wer selbst schon dort war, wird den Ort erkennen. Und wer nach diesem Artikel wirklich, wirklich gerne hin will: Einfach ein bisschen im Internet über Java recherchieren, dann wirst du fündig.

1. Warum eigentlich Java?

Auslöser war mein erster Surftrip auf die Insel. Damals war ich auf der Flucht vor den Massen, die mir das Surfen in Balis Hipsterort Canggu ziemlich vermiest hatten. Line Ups mit über 100 Menschen, angespannte Stimmung und dreckiges Wasser. Ich wollte Ruhe, authentisches Indonesien und einen kompletten Tapetenwechsel. Genau das bot mir Red Island im Osten von Java. Statt Hipstern war ich plötzlich von neugierigen Locals umgeben, anstelle Instagram-fähigem Essen gab es Bratnudeln satt und die Wellen waren so leer wie eine Bar auf Sankt Pauli am Dienstagmorgen. Also komplett verlassen! Ich leckte Blut und wollte mehr von diesem Indonesien sehen.

Java ist riesengroß und stand schnell wieder auf dem Reiseplan. Denn ich wusste, dass ich dort im Gegensatz zu kleineren und abgelegenen indonesischen Inseln wie Simeulue oder Flores stabiles Wifi finden würde – für digitale Nomaden unerlässlich, um Surfen mit dem Online-Job kombinieren zu können. Außerdem bietet Java tolle Surfspots für Intermediates, die nicht so krass sind wie z.B. die sagenumwobenen Wellen auf den Mentawais oder auf Nias. Die hebe ich mir vielleicht für später auf. Und so verschlug es mich wieder nach Java, diesmal in den Westen.

West Java: Bay View

Endloser Dschungel und noch mehr Meer: Willkommen in West Java (Foto: Teardrop Surf)

2. Reisen auf West Java: Wenn der Weg das Ziel ist

Bei der Landung in Yogyakarta machte ich mich auf einiges gefasst. Denn die Wege auf Java sind weit und nicht immer in gutem Zustand. Für knapp 300 Kilometer zu unserem Ziel, einem kleinen Surfort an der Südküste, hatten wir 8 Stunden mit dem Auto eingeplant. Letztlich wurden 10 daraus. Eingequetscht zwischen Boardbag und Koffer ruckelten wir die Landstraßen entlang. Vorbei an Reisfeldern, Moscheen und hemdsärmeligen Werkstätten, an Kühen, rollenden Garküchen und ganzen Armadas an Rollerfahrern.

Irgendwann durchbrach mein lautes Magenknurren die Stille. Unser Fahrer hatte Erbarmen und empfahl eines der schärfsten Curries, die je unseren Verdauungstrakt passiert hatten. Danach war einige Stunden Ruhe, bis mein gefräßiger Blick im Vorbeifahren eine Werbetafel erspähte. Die Gier nach Bakso, der leckeren indonesischen Fleischklößchen-Suppe, führte zu einer weiteren Rastpause. Und endete in einer All Day Karaoke Bar, wo Essen mit Mikro in der Hand das normalste der Welt ist. Unsere schiefen Gesänge brachten die Horde indonesischer Mädels zum Beben, die selbst eher nach „The Voice of Java“ klangen. Trotzdem, Mühe geben und weitersingen! Selten hatte ich beim Essen so viel Spaß und verabschiedete mich später heiser von der grinsenden Warung Crew.

West Java: Reisen

Ein kleines Ständchen zum Mittagessen… #javaonly

3. Dichter Dschungel jenseits der bekannten Pfade

Asphaltierte Straßen sind völlig überbewertet und passen nicht in ein tropisches Paradies. Auf Java haben sie jedenfalls Seltenheitswert, und unsere Anreise im geräumigen Auto endete abrupt an einem Trampelpfad am Dschungel. Es war schon dunkel und plötzlich eilte ein verdächtig nach Schwabenland klingender Mann mit Sackkarre herbei. Es handelte sich um Jonni, bei dem ich das wahrscheinlich schönste AirBnB der Welt gebucht hatte.  Schon vor Jahren war er nach Java ausgewandert, um sich mit seiner indonesischen Frau Unik – die er auf Weltreise aufgabelte – den Traum von einem Leben am Meer zu erfüllen. Schnell waren Boardbag und Taschen verladen und wir juckelten im Schein der Taschenlampe durch den Dschungel. Grillen zirpten im Mondschein und wir fielen müde ins Bett.

Dschungel soweit das Auge reicht: (1) Häuschen der Nachbarn, (2) Flussblick, (3) Transportkarren

Am nächsten Tag wachten wir im Paradies auf: Ein Häuschen umgeben von Kokospalmen und mit Blick auf einen milchig-blauen Fluss, auf dem gelegentlich ein Fischer oder ein Hausboot in der Größe eines Eigenheims vorbei schipperten. Ansonsten bestand das Unterhaltungsangebot aus grasenden Kühen, mäusehaschenden Katzen und Hühnern mit winzigen Kükenkolonnen im Schlepptau. Auf dem Weg zu den Spots kamen wir an Reisfeldern vorbei, an winkenden Nachbarn und Fischerbooten am Strand. Und waren verdammt froh, hier gelandet zu sein!

4. Scootergang: Ein klappriger Roller ist dein bester Freund

Wie überall in Indonesien ist auch auf Java der Roller das Fortbewegungsmittel der Wahl. Günstig, sparsam und halbwegs verlässlich. Jeden Tag schwangen uns mehrmals auf den klapprigen Scooter mit Boardrack an der Seite und eierten los. Was nicht etwa unseren schlechten Fahrkünsten geschuldet war, sondern den Trampelpfaden im Dschungel. Riesige Palmenwedel lagen am Boden, Bananenblätter klatschten mir während der Fahrt ins Gesicht und der Abgrund – das tiefgelegte Reisfeld – war immer gefährlich nah. Nach einem Regenguss wusste man ungefähr, wie sich Crossbike-Fahrer beim Schlittern im Matsch fühlen müssen. Nur dass sie eben mit Helm und jeglichem technischen Schnickschack ausgestattet sind, und mein Gefährt auf Java wahrscheinlich nicht mal durch den TÜV kommen würde.

West Java - Scooter

Scooterfahren ist in West Java ein Abenteuer (Foto: Teardrop Surf)

No worries, my friend. Man gewöhnt sich schnell ein und jeder Trampelpfad endet auf asphaltierten Straßen. Dort fahren nur am Wochenende viele Autos, wenn die lokale Hyundai Gang ihre röhrenden Schlitten ausfährt oder indonesische Touristen sich am Strand bespaßen lassen. Sonst sind nur entspannte Rollerfahrer unterwegs. Mit ihrer Familie, den besten Freunden oder einem ganzen Thunfisch, auf nur einem Gefährt. Die meisten grinsen beseelt vor sich hin und manche hupen dir verschwörerisch zu. Denn entweder haben sie mit dir schon mal in der Reparatur-Werkstatt gesessen, als dein Reifen ein Loch hatte, oder die ein oder andere Welle geteilt. Auf Java kennt man sich schnell!

5. Lach doch mal! Wenn Surfen einfach nur Spaß macht

Java wäre ohne den stimmenden Surf nicht zu einer meiner liebsten Inseln geworden. Schon in Ost Java fand ich leere Beachbreaks neben berüchtigten Spots wie G-Land, wo man internationale Tube-Rider sieht – manchmal lieber nur vom Strand aus. Auch mein kleines Surfdorf in West Java bot zwei entspannte Surf Spots genau vor der Haustür, und an einem davon lief immer etwas.

Der Point Break lockte mit konsistenten und langen Wellen viele Longboarder an: Koreanische Single (Fin) Ladies, die auf ihren Brettern geradezu tanzen, und lokale Longboard Boys, die Style völlig neu definieren. Rückwärtsfahren, finnenloses Sliden oder zu dritt auf einem Board surfen – alles wird mal ausprobiert. Doch auch Shortboarder hatten Spaß, obwohl der Take Off an der felsigen und seichten Take-Off Zone nicht danach aussieht. Nebenan lag das launische Reef, das an den richtigen Tagen bei Mid- bis Hightide seine Magie entfaltete: Kraftvolle rechte Wellen, die man kaum mit jemandem teilen musste. Außer ein paar blau-gelben Fischen, Fischern und Locals.

West Java Surf: (1) Longboarder am Point, (2) Einsames Reef, (3) Sunset Surf (Foto 1 und 3: Teardrop Surf)

Und die Stimmung im Line Up? Locker-flockig mit viel Spaß. Die Locals wissen ganz genau, was sie auf dem Board tun und überlassen dir gern Wellen, sofern du ihnen genauso entspannt gegenübertrittst. Sie feiern Glücksmomente wie fiese Wipe Outs, egal ob es die eigenen sind oder deine. Und nach ein paar gemeinsamen Surf Sessions erfährst du vielleicht mehr über die Secret Spots der Gegend, die dir die Locals verstohlen zuraunen. Sie tragen sonderbare Namen (teils von Erfrischungsgetränken), stehen in keinem Spotguide und lassen sich ohne Hilfe nur schwer finden. Halt es einfach wie die Kids: Einfach lächeln und Spaß haben.

West Java Beach Kids

Immer gut drauf: Die Kids in West Java (Foto: Teardrop Surf)

Nonkrong: Herumhängen auf Indonesisch

Außer Surfen und Rollerfahren betreibt man auf Java nicht wirklich viel. Da halte ich es ganz wie die Einheimischen, die man in der Freizeit in kleinen Holzpagoden oder am Straßenrand sitzen sieht. Inmitten ihrer Kumpels und mit einem kühlen Getränk oder einer Nelkenzigarette in der Hand. Auf Indonesisch nennt man dies Nonkrong – was soviel wie Herumsitzen, Schnacken und süßes Nichtstun bedeutet. Diesen Begriff habe ich übrigens aus dem wirklich empfehlenswerten Buch „Indonesian Slang“ gelernt.

Bei uns sah Nonkrong jeden Tag etwas anders aus, mit einer festen Konstante: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Ein typischer Tag begann mit Surfen um 6 Uhr morgens, gefolgt von Frühstück und Zeit am Rechner. Denn als digitale Nomaden können wir von überall arbeiten, solange das Internet stabil ist. In West Java waren wir dank eines Funkmasts und mobilem Wifi wirklich produktiv. Abends ging es meistens nochmal surfen. Danach leitete die Surf-WG – bestehend aus meinem Freund Chris und mir sowie Markus und Tati von TeardropSurf – mit einem kühlen Bintang die Nonkrong-Stunde ein. Meistens kochten zwei, während die anderen Maulaffen feilhielten und sich Grüße aus der Küche in den hungrigen Rachen stopften. Das Bintang floß, wir aßen und quatschten uns den Mund fusselig, bis der erste irgendwann um 21 Uhr bei einem Surf Film langsam einschlief.

Entspannen auf Java: (1) Katzen-Sitting, (2) Papaya-Pflücken, (3) Klassisches Nonkrong

Ebenfalls entspannend: Das Hüten der liebenswerten wie gefräßigen Hauskatze, die sich nur mit Ayam (Hühnchen) von der besten Warung-Mutti der Stadt zufriedengab. Papaya-Pflücken im heimischen Garten oder Sammeln von Maracujas – die immer demjenigen zustanden, der sie zuerst vom Baum fallen hörte. Ein Dinner mit einem riesigen Bananenblatt als Teller, von dem alle mit den Fingern aßen. Oder Herumsitzen in der kühlen Garage meiner Nachbarin, die mir neuen Dorftratsch verriet.

Kleine Alltagsabenteuer: Indo-Shopping und Dschungel Yoga

In West Java warten noch unverhoffte Alltagsabenteuer auf dich. Los geht’s schon mit dem Einkaufen. Mini Marts gibt’s an jeder Ecke, doch sie haben nur bestimmte Dinge – hier Kekse, da Reis und dort eine Bananenstaude. Doch für alles andere führt kein Weg am Bazaar vorbei, zu dem du über eine schwankende Bambusbrücke gelangst. In dem Dickicht aus schmalen Gängen und Buden helfen nur rudimentäres Indonesisch und freundliche Hand-und-Fuß-Kommunikation. Abgewogen wird mit gusseisernen Gewichten und Preise unterliegen deinem Verhandlungsgeschick. Eine Challenge, die zu Java einfach dazugehört! Dafür bekommst du einen Korb voll frischer Köstlichkeiten – wie Tomaten, Gurken, Mangos, Drachenfrucht, Tempeh (Sojabohnenblock), Eiernudeln, Ketjap Manis und dem indonesischen Wasserspinat Kankung – für ein bisschen Kleingeld. Für dein eigenes Mie Goreng!

West Java Einkaufen

Kleiner Mini Mart in West Java

Ausgehen kannst du ansonsten knicken. Dafür müsstest du dich auf den Weg nach Yogyakarta machen, eine wirklich trubelige Stadt mit viel Kultur und tollem Ausgeh-Viertel. Immerhin gibt es selbst in West Java Yoga und damit zumindest einen Programmpunkt auf der Liste eines jeden Hipsters. In einem kleinen Bambushäuschen im Dschungel haben sich 3 Mädels aus verschiedenen Teilen der Welt niedergelassen, um Locals wie Touristen ehrenamtlich Asanas, Englisch und Recycling beizubringen. An den Wänden hängen die Kunstwerke der Kids und während der kostenlosen Yogastunde klettern Hund oder Katze auf dir herum. Doch no worries, my friend: Die wollen nur spielen…

West Java Yoga

Das Yoga Dojo mitten im Dschungel

Entdecke Java auf eigene Faust

Java ist nicht Bali, und das ist gut so. Sei dir allerdings bewusst, dass es hier kaum Surfschulen und Surfcamps gibt. Solide Surferfahrungen und Kenntnisse der Surf-Etikette sind für einen Trip daher sehr hilfreich. Außerdem empfehle ich dir, etwas Sonnencreme einzupacken, die es auf Java nur in Kleinstgrößen und maximal mit LSF 30 gibt. Ein paar lange und leichte Klamotten können auf der muslimisch geprägten Insel ebenfalls nicht schaden.

Fall du mein liebgewonnenes Surferdorf auf West Java erkannt hast, dann sind wahrscheinlich keine Fragen mehr offen. Doch wenn du wissen willst, wo es liegt und diese Bilder entstanden sind, dann forsche doch mal auf eigene Faust z.B. mal im Stormrider Guide nach. Dort wirst du garantiert fündig 😉

Titelbild: TeardropSurf

Hinweis: Bitte schreibt uns nicht mehr wegen einer kostenlosen Reiseberatung an. Einerseits können wir das nicht leisten, andererseits verzichten wir hier bewusst auf konkrete Tipps, damit Java nicht das nächste Bali wird. Und es macht Spaß, die Insel auf eigene Faust zu entdecken 😉

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24 comments

Nils Plathe 14. November 2017 - 15:50

Hallo Heidi,
vorab DANKE für diesen Bericht, er hat mich noch mal darauf aufmerksam gemacht, worauf es mir bei Surfreisen eigentlich ankommt: Natur, Kultur, Abenteuer, gutes und vielseitiges Surfen. Gerade war ich versucht, doch zum ersten Mal Bali zu buchen, weil es für meine gerade erwachsenen Kids und mich, die einfachste exotische Surflösung im März zu sein schien: leicht erreichbar, Infrastruktur, Übergangswetterzeit und surfmäßig gut genug… . Wie nervig dann Massentourismus und auch Surfhype vor Ort würde, habe ich mir vielleicht schön geredet. Nun ja! Jedenfalls bin ich wachgerüttelt, Alternativen zu prüfen, und dein Traumort scheint mir eine wirkliche zu sein. Allerdings kann ich nicht einschätzen, ob man im März dort auch Glück mit Wetter und Wellen haben kann!? Auch würde ich gern die Verbindung Flughafen Ankunftsort planen. Für beides müsste ich konkreter wissen, wo diese Zielregion liegt!? Vielleicht kannst du mir bei der Klärung ja helfen, und es entwickelt sich für meine Tochter, meinen Sohn und mich daraus ein wunderbares kleines und gemeinsames Surfabenteuer, bevor meine Kids selbst in die Welt hinaus fliegen.
Beste Grüße aus Hamburg,
nils

Reply
Heidi 15. November 2017 - 21:06

Lieber Nils,
Bali ist als Zwischenstopp ja nichts Schlechtes. Doch entdecken kann man auf Java definitiv mehr!
Ich schreibe dir noch eine Mail und verrate dir darin ein bisschen was für deine Reise.
Liebe Grüße
Heidi

Reply
Ellen 17. Februar 2018 - 2:01

Hallo Heidi,

schon zum zweiten mal hab ich nun deinen Bericht gelesen. Ich bin Indonesien Neuling und daher noch auf der Suche nach guten Tips, unberührten Ecken und uncrowded Surf Spots. Ich lande in Jakarta und werde in Bali eine Freundin treffen, dort wollte ich mich nicht zu lange aufhalten. Auf dem Weg dahin würde ich super gerne an deinem Spot Halt machen und dort verweilen. Kannst du mir näheres sagen? Bin auch sonst über jeden Tip dankbar 😉 liebe Grüße

Reply
Heidi 23. Februar 2018 - 20:51

Liebe Ellen,
Danke für dein tolles Feedback!
Ich schreibe dir noch eine Mail mit ein paar Tipps 😉
Liebe Grüße
Heidi

Reply
ellen 26. März 2018 - 13:14

Hey Heidi, so langsam geht es in meine Planungsphase, ich warte sehnsüchtig auf deine email um deine tips mit einbauen zu können 🙂

Reply
Heidi 26. März 2018 - 18:00

Hallo Ellen,
Ich habe dir schon vor über einem Monat eine Mail zugeschickt… Vielleicht ist sie bei dir im Spam-Ordner gelandet?
Hab sie dir zur Sicherheit gerade eben noch mal weitergeleitet.
Viel Spaß 🙂
Liebe Grüße
Heidi

Simon 12. Januar 2018 - 4:46

Hey Du, ich bin begeistert von deinem Bericht! Ich reise gerade mit meiner Freundin durch Indonesien. Wir fliegen morgen nach Jakarta. Danach soll es an einen ruhigen Surfer Strand gehen????????
Würdest du mir deinen Tipp vielleicht per E-Mail verraten?:)
Habe leider nur wenig netzt hier gerade in Sulawesi.
Liebe grüße Simon

Reply
Heidi 15. Januar 2018 - 19:59

Hi Simon,
Danke für das Kompliment! Eine Mail an dich geht sofort raus 😉
Liebe Grüße
Heidi

Reply
Sabrina und Andy 25. Januar 2018 - 1:13

Hallo Heidi,
danke für deinen tollen Bericht.
Wir (Sabrina und Andy) sind gerade dabei unsere Reise durch Java zu „planen“.
Startpunkt wird Jakarta sein.
Sind relativ Südost Asien Erfahren (Thailand, Kambodscha, Vietnam, Laos) und dieses Jahr geht es für 6 Wochen das erste mal nach Indonesien.
Ein Roller gehört für uns immer dazu und wird auch intensiv genutzt (ca. 3000km auf Asiatischen Straßen waren wir schon unterwegs).
Beim Thema surfen sind wir blutige Anfänger, aber mit vorkenntnissen aus skateboarding und Brettern auf Schnee, gepaart mit vielen theoretischem Wissen was das surfen angeht.
Kannst du uns ein Paar Tips, bezüglich spots und Surfbrett Verleih auf Java geben?
Liebe Grüße
Sabrina und Andy

Reply
Heidi 29. Januar 2018 - 14:42

Hallo ihr beiden,

Wow ihr habt in Asien ja schon einiges gesehen! Eure bisherigen Ziele kenne ich mangels surfbarer Wellen dort bisher alle nicht 😉
Doch Indonesien ist eine meiner großen Lieben. Die meisten Leute machen ihren ersten Surfkurs entweder in Europa (z.B. Frankreich oder Portugal) oder auf den gut erschlossenen indonesischen Inseln wie Bali oder Lombok. Dabei kann die Qualität eines Surfkurses in Indonesien schlechter sein, da es hier weniger strenge Auflagen an die Ausbildung der Surflehrer gibt. Daher ist es reine Glücksache, dort z.B. alles Wichtige über Vorfahrtsregeln, Durchtauchtechniken und Wellenkunde zu lernen – was zur Sicherheit theoretisch und praktisch erfolgen muss. Auf Java kommt erschwerend hinzu, dass es insgesamt wenige Surfschulen und Surfcamps gibt – und auch die Spots sind nicht ohne. Viele Leute sind hier auf eigene Faust unterwegs.
Falls ihr trotzdem hier starten wollt, sucht euch unbedingt einen Surflehrer der mehr als reines Guiding anbietet und euch bei nicht zu großen Bedingungen an einen Beachbreak oder an ein Riff mit genug Wasser drüber mitnimmt. Ich schicke euch mal noch ein paar Tipps per Mail zu!

Liebe Grüße und viel Spaß beim Reiseplanen
Heidi

Reply
Bernhard Mairhofer 22. April 2018 - 23:24

Hallo Heidi,
dein Beitrag hat mich positiv inspiriert und wir haben unseren Bali-Aufenthalt letztes Jahr im Oktober nach Java verlegt. Wir haben das aus Bangen vor dem Vulkan gemacht, aber auch weil wir Java ultra spannend finden.
Wir sind in der Cimaja Area gelandet und sind begeistert. Wir würden sofort wieder hinfahren.
Nach Batu Karas und in den Osten haben wir es gar nicht geschafft. Wir haben zwischen Turtles und Sawarna unser Unwesen getrieben.
Welche Spots habt ihr genau besucht? Wir planen schon den nächsten Trip mit Weiterfahrt nach Sumatra.

Grüße aus Marokko

Berni

Reply
Heidi 15. Mai 2018 - 9:49

Hi Berni,
Danke für deinen Kommentar 🙂
Ich hab dir noch eine persönliche Email geschrieben und hoffe, die kam an.
Liebe Grüße
Heidi

Reply
Nora 3. Juli 2018 - 8:40

Liebe Heidi
Was für ein toller Bericht, mit ein Grund wieso wir (mein Freund und ich) gern von Bali nach West Java reisen möchten! Wir würden nach Jakarta fliegen und haben Cimaja als Startpunkt ausgesucht.. Hast du Tips wie man am Einfachsten nach Cimaja kommt? Unterkunft? Surfspots?
Wir sind für jede Info dankbar!
Liebe Grüsse Nora&Thomas

Reply
Heidi 4. Juli 2018 - 22:48

Ihr beiden habt Post 🙂

Reply
Julian 22. Juli 2018 - 13:42

Hallo Heidi,
vielen Dank für den tollen Bericht.
Meinen Freundin und ich reisen für 3 Monate nach Südostasien.
Startpunkt ist Jakarta. Wir würden gerne beide das Surfen erlernen, aber auch viel herum reisen.
Geplant war von Jakarta nach Bali/Lombok zu reisen, jedoch haben wir nur 30 Tage Zeit zwecks Visum.
Hast du vielleicht Tips wie man die Zeit am besten einteilen kann. Wie läuft das allgemein mit dem Visum?
Für ein paar Tips sind wir dankbar.
Viele Grüße
Julian&Nadine

Reply
Heidi 23. Juli 2018 - 20:39

Lieber Julian,
Ihr bekommt am Flughafen ein Visum bei der Einreise. Einerseits gibt es das kostenlose Free Entry Visum für 30 Tage, das nicht verlängert werden kann. Und dann noch ein kostenpflichtiges Visa-on-Arrival, das man für weitere 30 Tage am Immigration Office verlängern könnte – was allerdings mit etwas Aufwand verbunden ist.
Wenn ihr nur 30 Tage für Indonesien habt und noch nie zuvor surfen wart, solltet ihr dafür schon 2 Wochen einplanen, wenn ihr es wirklich lernen wollt. Die größte Auswahl an Schulen findet ihr auf Bali oder auf Lombok, stöbert dazu mal in meinen Artikeln über beide Inseln – da stehen Tipps drin. Eine Woche Kurs ist das absolute Minimum. Ansonsten ist Java eine sehr sehr große Inseln mit weiten Distanzen. Super schön zum Reisen, Wandern und Entdecken, aber man braucht Zeit. Ihr könnt aber ohne Probleme von Java einen günstigen Inlandsflug nach Bali oder Lombok buchen.
Ich hoffe das hilft euch.
Viele Grüße und viel Spaß
Heidi

Reply
David und Daniela 23. Juli 2018 - 19:26

Liebe Heidi,

mein Freund und ich planen für Januar/Februar 2019 nach Java & Bali zu Reisen.
Gerade sind wir an der Routenplanung und sind auf deinen tollen Bericht gestoßen.
Wir würden sehr gerne dort Surfen und dies in unserer Route mit einplanen, jedoch sind wir richtige Anfänger. Unsere ersten Erfahrungen (so 8-15 Stunden) mit und ohne Surflehrer waren in Costa Rica (Santa Theresa – Playa Hermosa). Es hat uns so sehr gefallen und hoffen, dass wir das in Java & Bali auch machen können! Da du schon erwähnt hattest, dass es für Anfänger nicht so ideal ist, wollte ich fragen ob du uns ein Rat oder Tipps geben kannst welche Surfschulen oder Surfspots für Anfänger in Java und Bali geeignet sind und wie es aussieht mit Verleih von Surfbrettern?!

Ganz liebe Grüße
Daniela und David

Reply
Heidi 23. Juli 2018 - 20:42

Hallo ihr beiden,
Im Januar und Februar ist Regenzeit in weiten Teilen Indonesiens und es kann dann durchaus viel Müll an die Strände spülen. Das nur als kleine Vorwarnung! Außerdem sind die Wellen dann nicht so optimal und an der südlich exponierten Küste sehr verblasen. Auf Bali fahren manche Schulen dann an die Ostküste, aber dort wird gerade viel gebaut und es wird ebenfalls entsprechend voll sein, weil dann alle gen Osten pilgern…
Ich würde euch in der Zeit eigentlich eher zu Sri Lanka (Südwesten) raten, wenn ihr unter entspannten Bedingungen surfen (lernen) wollt. Checkt mal meinen Beitrag dazu, da gibt’s einige Tipps zu Schulen, Camps und Spots.
Ansonsten viel Spaß auf eurem Trip und bei der Planung
Heidi

Reply
Patrizia 2. August 2018 - 8:36

Hallo liebe Heidi,
vielen Dank für den tollen Bericht.
Wir werden in zwei Wochen auch nach Java reisen. Gerne würden wir auch mal surfen. Jedoch sind wir blutige Anfänger. Hast du uns vielleicht einen Tipp, wo wir am Besten unsere ersten Versuche machen? Oder sollten wir dazu doch lieber nach Bali?
Vielen Dank 🙂
Liebe Grüße
Patrizia

Reply
Heidi 5. August 2018 - 10:32

Hallo Patrizia,
Danke für dein Lob! Java ist toll, aber zum Surfen lernen würde ich dir eher zu Bali oder Lombok raten. Dort ist die Auswahl an guten Surfschulen einfach viel größer! Schau mal in meinen Bali- und Lombok-Artikel, dort stehen einige Tipps drin.
Viele Spaß und viele Grüße
Heidi

Reply
Tobi 13. Dezember 2018 - 19:06

Hi! Wie kommt man denn am schnellsten von Jakarta nach Red Island? Taxi? Wie lang dauert das? Würde mich freuen über ne Antwort! Toller Artikel…

Reply
Heidi 17. Dezember 2018 - 11:24

Hi Tobias,
Für Red Island haben wir einen separaten Artikel, dort steht auch alles zur Anreise (ab Bali) drin. Schau dort gern mal rein: https://meerdavon.com/insel-java-red-island/
Generell ist die Anreise ab Jakarta nicht empfehlenswert, denn Java ist sehr groß, und Jakarta im Westen, während Red Island im Osten ist. Daher setzt man am schnellsten von Balis Westküste mit der Fähre nach Java über. Das machen manche Abenteurer auf eigene Faust mit dem Roller oder sie buchen sich vorher einen Fahrer (die du easy online z.B. in der Canggu Community findest oder über die auf Java gebuchte Unterkunft).
Viele Grüße und viel Spaß
Heidi

Reply
Felix 14. Februar 2020 - 10:38

Hey,

ich überlege, dieses Jahr 6 Wochen November/Dezember nach Sumatra, Java oder Lombok zu reisen. Primär zum surfen (advanced) und Land entdecken. Bali kenne ich schon. Auf große Crowds habe ich keine Lust. Warst du um die Jahreszeit auch schon mal in der Ecke? Würde lieber nach Indo als Mittelamerika 🙂

Liebe Grüße
Felix

Reply
Heidi 17. Februar 2020 - 13:12

Hi Felix,

Klingt nach einem guten Plan! Auch wenn die Zeit für Indo offiziell keine Hauptsaison ist. Ich war in November/ Dezember auf Lombok und in Ostjava, beide Male war’s fantastisch! Pascal von Thefreesurfer.com kann das, glaube ich, ebenfalls bestätigen. Natürlich kann es von Jahr zu Jahr aber anders sein.

Was dir bewusst sein muss: In den Wintermonaten wird mit den größeren Swells auch viel mehr Müll angespült. In Ost Java war das teils schon heftig, und an den südwestlich exponierten Spots auf Bali muss es wohl so krass sein, dass man in schlimmen Wochen fast keinen Sand mehr sieht. Auf Bali wird es dich in der Zeit wahrscheinlich eher auf die Bukit verschlagen.

Liebe Grüße und viel Spaß
Heidi

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