Surfen in Holland: Warum Scheveningen perfekt für einen Kurztrip ist!

by Nadja

Das klassische Dilemma: Ich bin eine Surfbegeisterte, die mitten in Deutschland lebt und absolut landlocked ist. Noch dazu gehe ich einer geregelten Arbeit nach und Tage am und im Wasser sind rar. Der Jahresurlaub wird daher akribisch geplant, um in Verbindung mit dem ein oder anderen Feiertag ein Optimum an Surftagen herauszuschlagen.

Aber was tun, wenn die Zeit zwischen dem letzten Wintersurf auf Fuerteventura und dem nächsten Trip nach Bali schier unendlich scheint? Die Sehnsucht nach dem Meer von Tag zu Tag größer wird und sämtliche Surffilme dieses Verlangen nicht stillen, sondern nur noch mehr anheizen?

Dann muss ein Wochenendtrip an die Küste her! Als hessisches Mädsche zieht es mich immer wieder ins Kühle Nass zu unseren niederländischen Nachbarn, da ich schnell und einfach dort bin. In diesem Beitrag verrate ich dir, warum Surfen in Holland toll und immer einen Kurztrip mit Freunden wert ist – sogar dann, wenn die Wellenausbeute überschaubar bleibt.

1. Auto packen und los: Ein Surf-Weekend in Scheveningen geht immer!

Ich wähle stets die verlängerten Wochenenden zum Surfen in Holland. Zum Glück sind wir Deutschen mit Feiertagen ja geradezu verwöhnt und haben eigentlich ganzjährig die Gelegenheit, auf Shorttrips zu gehen. Der Klassiker sind z.B. Ostern im April, Pfingsten und Himmelfahrt im Mai oder der Tag der deutschen Einheit im Oktober.

Nadja und ihr geliebtes Bitch Board - das Dreamteam von Scheveningen

Autorin Nadja und ihr geliebtes Bitch Board – das Dreamteam von Scheveningen

Das letzte Mal war es bei mir an Pfingsten wieder soweit und ich versuchte mein Glück. Mit einem Auto, vier Mädels, vier Longboards und zwei Surfbrettern auf dem Dach ging es von Frankfurt in Richtung Scheveningen, den Hotspot an der holländischen Küste.

Essentials für einen Holland Surftrip

Wenn du nach Holland surfen willst, aber noch kein eigenes Surfbrett bzw. noch keinen eigenen Neoprenanzug hast – kein Problem, das Meiste kannst du vor Ort ausleihen. Dazu erzähle ich gleich mehr. Ein paar Essentials empfehle ich aber dennoch, im Auto bzw. Gepäck dabei zu haben.

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Mit dem Spotguide weißt du auf Roadtrips genau wohin, der Poncho erleichtert das Umziehen nach dem Surfen und hält dich warm, und ein Skateboard ermöglicht dir Asphaltsurfen auf den holländischen Strandpromenaden an wellenlosen Tagen. Dann kann’s ja losgehen!


2. Surf Spots in Scheveningen und Umgebung

Um ehrlich zu sein: Surfen in Holland kann funktionieren, muss aber nicht. Wie bei vielen anderen Nordsee-Spots benötigt man auch für die niederländische Küste das gewisse Quäntchen Glück in Sachen Swell. Da es sich in Holland in der Regel um Windswell und seltener um Groundswell handelt, eignen sich die kalten und stürmischen Wintermonate zum Surfen besonders gut. Aber auch im Frühjahr, Herbst und selbst im Sommer kann man noch auf genügend Surftage hoffen.

Surfen in der Nähe von Amsterdam

Im Norden bei Amsterdam liegen ein paar nennenswerte Beach Breaks. Am schnellsten von der City aus erreichbar ist der kleine Ferienort Wijk aan Zee, wo die Wellen am besten an der Hafenmole laufen. Im beschaulichen Bloemendaal an Zee gibt es mit dem Surfana sogar ein Surfcamp, das jährlich das gleichnamige Surf Festival mit buntem Musik- und Unterhaltungsprogramm organisiert. Allerdings ist die Strömung wegen den fehlenden Wellenbrechern hier etwas stärker.

Bloemendaal: (1) Spot bei Swell, (2) Weg zum Surfana Festival, (3) Festival Crowd (Fotos: Surfana)

In Bloemendaal hatte ich in der Vergangenheit mein Surfglück probiert, was mir aber leider meistens nicht hold war. Und Heidi von meerdavon hat mit berichtet, bei einem der letzten Surfana Festivals (im Juni) auch nur wildes, spaßiges Onshore-Gebassel gehabt zu haben. Trotzdem: Bei guten Bedingungen kann es laufen und die Spots in der Nähe von Amsterdam sind einen Versuch wert, wenn man z.B. Surfen mit einem City Trip kombinieren will.

Surfen in Scheveningen für die größte Wellenausbeute

Hauptsächlich spielt sich Surfen in Holland bei Den Haag ab. Dort liegt mit Scheveningen der Surfspot schlechthin, da er häufig brauchbare Wellen zu Tage fördert. Je nach Windrichtung kann man links oder rechts bzw. südlich oder nördlich der Hafenmole ins Wasser gehen. Dadurch hat man mehr Chancen auf surftaugliche Wellen als an Spots, die zum Meer hin völlig offen und damit noch windanfälliger sind, wie es zum Beispiel in Bloemendaal der Fall ist.

Scheveningen von morgens bis abends: (1) Endlos langer Beach, (2) Crowds bei kleinen Wellen, (3) Surfer gefangen zwischen zwei Sections, (4) Stürmischer Sunset-Surf

Es hat sich inzwischen natürlich herumgesprochen, dass Scheveningen die beste Option zum Surfen in Holland ist. Sobald auch nur etwas annähernd Surfbares gen Strand rollt, tummeln sich die ersten Surfer im Wasser und das Line Up ist schnell von kleinen schwarzen Neoprenpunkten übersäht. Wenn man (wie ich) allerdings die Surfbedingungen auf Bali oder ähnlich vollen Destinationen gewohnt bin, kann einen das bisschen Trubel natürlich nicht abschrecken. Denn in Scheveningen muss man nicht um den einen Peak kämpfen und die sogenannten Massen verteilen sich gut entlang des Spots.

Surfen im Süden von Holland

Falls es in Scheveningen doch mal zu voll im Wasser wird, kann man gen Süden nach Kijkduin oder Ter Heijde fliehen. Mit dem Auto ist man schnell dort und hat an den Jetties vielleicht nicht ganz so gute Wellen, aber definitiv mehr Platz im Wasser. Recht konsistent sind die Breaks von Maasvlakte am Europort von Rotterdamm. Sie sind mit ihren fiesen Strömungen nicht ganz ohne, weshalb dort nur erfahrene Surfer – und immer mit einem Surf Buddy – ins Wasser gehen. Am weitesten südlich liegt das alte Seebad Domburg, wo einmal pro Jahr sogar ein großer Surf Contest stattfindet. Dort können Wellenreiter jeglicher Könnensstufe ihren Spaß haben.

Holland Surf SpotsDieser kleine Einblick zeigt: Die Vielfalt an Surf Spots in den Niederlanden ist also groß. Trotzdem habe ich beim Surfen in Holland in Scheveningen immer die besten Erfahrungen gemacht und reise deshalb gern wieder hin. Allein schon, um meine Wellenausbeute für einen Surf-Kurzurlaub zu optimieren 🙂


3. Die Wellen von Scheveningen und wie du sie rockst

Zum Surfen in Holland kannst du natürlich jeden Surfbrett Shape mitnehmen, den du gerade herumstehen hast. Doch wenn du mich fragst, würde ich das Shortboard eher zuhause lassen – stattdessen bieten sich eher ein Longboard oder ein Mini Malibu an. Denn ganz so kraftvoll, wie man dies von anderen Surf-Orten vielleicht kennen mag, sind die Wellen in Scheveningen und Umgebung leider nicht. Ich packe für einen Surftrip nach Holland daher immer meine gute alte „Bitch“ ein – ein 7″10er Mini Malibu von einem kleinen Shaper aus Südafrika!

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Hollandsch: So kann Surfen in Holland aussehen! Scheveningen an einem seltenen Epic Day

Keiner sagt, dass Surfen in Holland einfach ist…

Lass dich von dem schönen Video oben, das perfekte Bedingungen in Scheveningen zeigt, nicht allzu sehr beeindrucken. Denn an sehr windigen Tagen kann es hier durchaus schwierig werden, überhaupt ins Line-Up zu gelangen. Dann sehen die braunen „Mokka-Wellen“ (die ihre Farbe dem aufgewirbelten Sand verdanken) erstens nicht so verlockend aus, und zweitens kommen sie unkontrolliert von allen Seiten. Die vorhandene Strömung tut dann ihr übriges und macht Surfen manchmal mehr zum Kampf als zum Spaß.

Doch Anfänger können im schäumenden Weißwasser dennoch gut ihren Take Off präzisieren und die Waschmaschine lieben lernen 😉 Und je mehr Surfroutine du als Intermediate hast, umso mehr Wellen wirst du generell und vor allem bei solchen Bedingungen abbekommen. Übrigens: Auch Luftanhalten lernen ist etwas, dass mir in nicht ganz einfachen Line Ups mehr Sicherheit verliehen hat – das lässt sich in einem Apnoe-Kurs für Surfer üben.

Scheveningen  Holland Surfen Düne

Die Webcam Scheveningen ist das eine, der Blick über die Düne das andere…

Surf Forecast und Scheveningen Webcam checken

Gute Nachricht für alle Kurzbrett-Schlitzer: An größeren Tagen kann man in Scheveningen je nach Skill-Level auch mit dem Shortboard auf seine Kosten kommen. Grundsätzlich gilt: Checkt am besten ein paar Tage vor der Abfahrt den Surf Forecast – z.B. auf Magic Seaweed, Windguru oder Surf Forecast.com.

Idealerweise bläst für ein paar Tage am Stück beständiger Wind, denn die Wellen in Holland brauchen ordentlich Windswell. Sind dann die Wellenperiode (8 Sekunden? Ein Traum!) und die Wellenhöhe (alles ab einem halben Meter) auch annehmbar? Und du bist zeitlich flexibel? Dann nichts wie los!

Ansonsten gibt’s die Möglichkeit, die Scheveningen Webcam zu checken – wobei so eine Webcam etwas trügerisch sein und den Blick über die Düne letztlich nicht ersetzen kann. Doch eine grobe Idee, ob etwas laufen kann, bekommst du im Bewegtbild aus der Ferne durchaus. Und dann heißt’s schnell sein: Wie an allen Nordseespots musst du in Holland zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Vielleicht wartet dann ja der „Epic Surf“ deines Lebens auf dich! Solche Traumkonditionen findet man natürlich nicht oft. Aber auch ohne mega-seltenen Offshore kann Wellenreiten hier richtig Laune machen.

Scheveningen Zuiderstrand Den Haag Surfen

Single Fin Tänzer am Zuiderstrand


4. Warm bleiben in Holland: Neos, Duschen & After Surf

Zum Surfen in Holland gehört schon vor dem Aufbruch in den Kurzurlaub eines ganz klar dazu: Nämlich die Angst zu frieren. Damit kämpfen gerade wir Mädels ja oft, selbst wenn wir sonst keine Frostbeulen sind. Ich muss gestehen, dass es mich immer wieder eine gewisse Überwindung kostet, das erste Mal in das 12 Grad kalte Nass von Scheveningen einzutauchen. Um dann festzustellen – alles Blödsinn! Mit dem passenden Surfzubehör ist das gar kein Problem.

Ausstattung für die kalten Wellen in Scheveningen

Welcher Wetsuit soll es sein? Was das Equipment zum Surfen in Holland angeht, so ist man mit einem 4/3er Neoprenanzug immer ganz gut ausgestattet – im Winter darf es auch mehr sein. Noch ein paar Booties, Handschuhe und Haube dazu und es kann los gehen. Ihr besitzt diese komplette Ausstattung fürs Kaltwasser-Surfen (noch) nicht? Macht nichts, ich auch nicht! Alle diese hübschen Sachen gibt es vor Ort zu leihen. Das ist definitiv ein weiterer Pluspunkt von Scheveningen!

Surfen in Holland - Neoprenanzug

Mit ausreichend dickem Neopren zaubern dir die Wellen in Holland ein Lächeln ins Gesicht!

Die Surfschulen Surfles, Aloha Surf und Hart Beach bieten neben Surfunterricht auch Surfboards sowie die komplette Neopren-Ausstattung zum Ausleihen an. Die Kosten hierfür sind überschaubar: Surfbetter gibt es ab 7,50 € pro Stunde und ein Neoprenanzug mit Booties, Handschuhen und Haube ist ab 10,00 € zu haben. Preislich nehmen sich die lokalen Surfschulen nicht viel und das Equipment ist bei allen in ausgezeichnetem Zustand. Nicht wie man das sonst vielleicht von Leihmaterial kennt – du bekommst bestimmt keinen Neo, der bereits Löcher hat und wo dir beim ersten Waschgang die „kalte Soße“ reinläuft. Hier hält alles dicht und die Angst vorm Frieren ist somit unbegründet.

Aufwärmen nach dem Surfen – von Innen und Außen

Wenn es dann nach dem Surfen doch etwas frostig wird, ist man zum After-Surf bei Aloha Surf und Hart Beach bestens aufgehoben: Denn dort warten neben warmen Umkleidekabinen mit heißen Duschen ebenfalls eine nette Beachbar mit tollem Ausblick und Heißgetränken auf dich. Noch dazu laden die Liegestühle auf der windgeschützten Terrasse herrlich ein, sich genüßlich in der Sonne zu suhlen und neue Energie zu tanken. Das geht auch im Beachclub Bora Bora sehr gut, der an der Promenade mit bunten Sofas und chilligem Ambiente überzeugt. In den Beachbars findet übrigens auch oft Livemusik statt – so mancher Singer Songwriter hat hier schon geklampft!

After Surf in Holland mit Chill-Out Area und gutem Essen: (1) Bora Bora, (2) Aloha Surf, (3) Hart Beach

Zum Surfen in Holland gehört es einfach dazu, sich nach dem Spaß im kalten Nass bei einem heißen Latte Macchiato, frischem Minztee und natürlich leckerem Essen aufzuwärmen. Was so auf dem Teller landet? Neben Seafood bieten die meisten Beachbars eine gute Auswahl an Pasta, Salaten und Burgern an. Auch die berühmten niederländischen Bitterballen, frittierte Bällchen aus Rindfleischragout, sind auf den meisten Karten zu finden. Möchte man jedoch klassisch Fisch essen gehen, sollte man bei Simonis einkehren. Den Familienbetrieb gibt es seit 1880, als der gute Opa Albert Simonis sein erstes Café mit Räucherkammer eröffnet hat. Es muss also gut sein 😉


5. Longboarden und was in Scheveningen sonst noch so geht

Zugegeben: Die Wellen sind in Holland nicht unbedingt konsistent. Trotzdem hatte ich auch an flachen Tagen immer meinen Spaß in der Heimat von Tulpenzwiebeln, Löcherkäse und Holzpantoffeln – denn es gibt genügend Alternativen, was du an einem Lay Day unternehmen kannst!

Asphaltsurfen an der Strandpromenade

Sollte es mit den Wellen nicht klappen, dann kann man Surfen in Holland auch ganz einfach auf der Strasse betreiben Denn die kilometerlange Strandpromenade lädt einfach zum Skaten ein. Wir haben daher neben unseren Surfboards immer unsere Longboards im Gepäck. Perfekt, um mit den Mädels die Promenade in Richtung Sundowner entlang zu cruisen. Hier findet man wirklich für jeden Geschmack eine Beachbar – egal ob mit afrikanischem Flair, mexikanischem Vibe oder Sylter Chic. Die ausgefallenen Einrichtungen geben mir jedes Mal  genügend Ideen, wie ich mein heimisches Wohnzimmer umgestalten und mir das Meer nach Hause holen kann.

Skateboarding is not a crime: (1) Nadjas Crew, (2) Pennyboard, (3) Skate Fun an der Promenade, (4) voller Kofferraum

Wenn du noch kein eigenes Longboard besitzt, dann leihe dir einfach eins bei den oben genannten Surfshops aus. Skateboards bieten sich als Fortbewegungsmittel in Holland förmlich an, da die freundliche Fahrradnation über ausreichend Radwege verfügt. Skater sind darauf ebenfalls willkommen! Der weiche Belag des Radweges an der Promenade eignet sich perfekt, um die ersten Versuche zu starten und dabei seine Board-Balance zu trainieren. Und das wird dir auch beim Surfen helfen, wenn die Wellen wieder richtig laufen.

Unterkunft für Surfer in Scheveningen

Da das FAST Surfdorp mit seiner unschlagbaren Nähe zum Surfspot leider nicht mehr existiert, ist das Jorplace Boutique Hostel im Stadtkern von Scheveningen eine gute (wenn auch etwas geräuschvollere) Alternative. Es ist übrigens das einzige Hostel in der Gegend, und Alleinreisende finden dank Gemeinschaftsküche, Lounge Bar & Co. schnell Anschluss. Außerdem bist du dank der Lage sowohl schnell am Strand als auch im Nachtleben in der Stadt.

Wer nicht so auf Hostels steht und dennoch die Nähe zum Strand bevorzugt, kann das Kaewkong Surfmotel checken. Entgegen seines Namens ist das Kaewkong ein stilvolles Ferienhaus mit einer schönen Küchen-Wohnzimmer-Lounge und zwei Schlafzimmern – du kannst entweder ein Zimmer buchen oder gleich das ganze Haus! Perfekt wenn z.B. vier Surf Buddies unterwegs und lieber unter sich sind.

Surf-Unterkunft: (1) Jorplace Boutique Hostel, (2) Kaewkong Surfmotel (Fotos: Booking.com)

Falls es noch kleiner und gemütlicher sein soll, bieten sich zahlreichen AirBnBs an – gerade zu den verlängerten Wochenenden ist eine frühzeitige Reservierung jedoch sinnvoll. Ein schönes Apartment ist z.B. das Bluebeach Scheveningen, ein 35m2 großes Refugium im Erdgeschoss eines alten Fischerhauses.

Ausgehen in Scheveningen

Am Tag spielt sich das Leben in Scheveningen am Stand und der dazugehörigen Promenade ab. Doch sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet und ins Meer plumpst, werden in den meisten Beachbars die Schotten dicht gemacht. Vereinzelt packen die Betreiber allerdings auch die Turntables aus, vor allem in der Hauptsaison zwischen spätem Frühling und Anfang Herbst. Zu elektronischen Klängen und kühlen Drinks geht es zum Beispiel in der Fat Mermaid weiter, wenn die Küche schon geschlossen hat. Neben Surfguides, die ihr After Work Bier trinken, tummeln sich hier alle, die noch nicht nach Hause wollen.

Abend in Scheveningen: (1) Pier, (2) Beach-Bar (Foto: Fat Mermaid), (3) Partyleben (Foto: Crazy Pianos)

Ansonsten solltest du den ikonischen De Pier mit seinem Riesenrad checken. Die Aussicht ist gerade abends fantastisch, und hier finden oft Märkte oder kleine Festivals statt. Bekannt und am Strand Boulevard gelegen ist das Crazy Pianos, eine Mischung aus Restaurant, Konzert Venue und Club. Oder du schließt sich dem illustren abendlichen Treiben im Stadtkern von Scheveningen an: In der Fußgängerzone, der Keizerstraat, befinden sich einige gute Restaurants und Cafés. Falls du beim Feiern mehr Auswahl brauchst, locken um die Ecke die Clubs von Den Haag!


6. Surfen in Holland: Nach dem Trip ist vor dem Trip!

Wie immer geht Surfen in Holland für ein verlängertes Wochenende viel zu schnell vorbei. Kaum angekommen und die erste Seebriese in der Nase, schon schnallt man wieder die Surfbretter auf das Dach und sitzt im Auto für die Rückfahrt. Dennoch sind ein paar Tage im und am Meer den Aufbruch immer wert. Weil man das Gefühl von Sand unter den Füßen und Salz auf der Haut zu Hause im Freibad eben nicht bekommt!

Scheveningen Holland Surfen

Auch wenn die holländischen Wellen nicht an Bali und Co. herankommen, so verkürzen sie doch die Wartezeit bis zum nächsten größeren Trip. Und wenn man sich so manche Bilder von der holländischen Surfcommunity 65things anschaut, sollte man das Surfboard doch immer fertig gepackt im Keller stehen haben, um für einen spontanen Ausflug an die holländische Küste bereit zu sein.

Warst du schon Surfen in Holland und kennst weitere tolle Surf Spots? Oder hast du einen solchen Kurz-Trip geplant und noch Fragen? Schreibe uns, wir freuen uns über dein Feedback. Wir sehen uns im Line Up 🙂

Title picture: „2007 Holland – bike surfers“ by Thierry Gregorius, used under CC BY 2.0 (foto filter used and cropped for size)

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14 comments

Katha 2. April 2017 - 10:39

Hi Nadja,

Danke für deine super Tipps! Ich werde zum Sommer das erste Mal nach Scheveningen und dein Text ist für mich super hilfreich. Vielleicht habe ich Glück und es ist ein Tag mit guten Wellen dabei!? Das Longboard ist ansonsten auf jeden Fall im Gepäck ????
Also,super geschrieben! Weiterhin viel Spaß ????????

Reply
Nadja 2. April 2017 - 14:29

Hi Katha,
freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat. Ich wünsche dir eine ganz tolle Zeit in Scheveningen und viel Glück mit den Wellen.

Reply
Lena 11. Mai 2017 - 12:20

Hi Katha,

hast du Tips für Unterkünfte in Scheveningen?

Reply
Nadja 19. Mai 2017 - 23:14

Liebe Lena,
ich selbst kenne leider nur das Jorplace, was ich aber wenn man alleine oder als Gruppe unterwegs ist wirklich empfehlen kann. Solltest du etwas mehr Privatsphäre bevorzugen würde ich an deiner Stelle eine Unterkunft über AirBnB suchen. Die regulären Hotels sind leider direkt sehr kostenintensiv.
Liebe Grüße
Nadja

Reply
Nicola 22. Mai 2017 - 8:33

Hey, super hilfreich der Bericht, danke!
Ich habe noch eine Frage zum Surf Forecast: Wie sollte der bei magicseeweed & co. denn ausfallen, damit man sagen kann, dass sich ein Ausflug lohnt (also insb. Swellhöhe und Periode). Kann als Unerfahrener schlecht einschätzen was bei diesem spot lohnenswert ist.

Reply
Nicola 22. Mai 2017 - 18:56

Hey, danke für den interessanten Artikel!
Ich habe noch eine Frage zum Surf Forecast für Schevening (bzw. Holland generell).
Wie muss der Forecast auf Magicseeweed & co. denn ungefähr aussehen damit man sagen kann, dass sich ein Ausflug lohnen würde(Insb. Swellhöhe und Periode)? Als Unerfahrener kann ich das nicht wirklich einschätzen und ein paar Beispiele würden sich für die Planung echt gut machen. Danke!

Reply
Nadja 9. Juni 2017 - 15:43

Hey Nicola,
da es sich in Scheveningen und Holland im allgemeinen um Beachbreaks handelt, kann man schon ab 2 ft Spaß haben, da es schnell zu close outs komen kann, wenn der Swell doch etwas größer wird. Was die Peroiode angeht, je größer desto besser. Da es sich aber in Holland meist um Windswells handelt, ist hier selten mit einer langen Periode zu rechnen. Wenn du noch nicht so die Erfahrung im Forecast lesen hast einfach bei der Planung an den Sternchen von Magicseaweed
orientieren;) LG und viel Spaß!

Reply
Yve 2. Oktober 2017 - 15:46

Hi, ich hätte noch eine Nachfrage dazu 🙂

Ab wann verbläst der Wind denn die Wellen? Meist ist es ja so, dass ein Sturm ordentlich Swell mitbringt, aber dafür dann auch den Wind 😛

Danke & LG

Reply
Nicola 10. Juli 2017 - 17:20

Danke 😉

Reply
Nadja 7. Oktober 2017 - 18:02

Liebe Yve, deine Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Da dies nicht nur von der Windstärke, sondern je nach Lage des Spots auch von der Windrichtung und des jeweiligen Swells abhängt. Am sichersten ist und bleibt der persönliche Check vor Ort 😉 Viel Erfolg!

Reply
Tommaso 31. August 2018 - 12:00

Ciao Nadja

Superartikel, hatte beim Lesen sehr spass und fand es mega hilfreich! Ich weiss, die Frage über Unterkünfte wurde schon gestellt, aber vielleicht hast mal beobachtet wo man einen gut gelegenen Campingspot finden kann? Ich binn gerade mit einen Bulli unterwegs und würde sehr gerne in der nähe vom Spot etwas (easy) finden…. Vielleicht hast du paar Leute gehört…? Danke und gruss

Reply
Nadja 1. September 2018 - 16:17

Hey, freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat. Man kann zwar immer wieder Bullis direkt am Strand antreffen, bei den dich sehr hohen Parkgebühren glaub ich aber kaum, dass diese dort länger stehen. Daher würde ich empfehlen einen Campingplatz anzusteuern und zum surfen „pendeln“. Nicht ganz so schön ich weiß. Wünsch dir trotzdem viel Spaß, schöne Wellen und eine gute Zeit.
LG
Nadja

Reply
Pascal 5. Juli 2022 - 23:59

Schon etwas alt der Artikel aber vielen Dank. Vielleicht liest du ja noch die Kommentare 😁
Ich hatte schon immer Interesse, aber tatsächlich habe ich durch die Zentrale Lage in Deutschland nie intensiver drüber nachgedacht und wäre gar nicht auf Holland gekommen.

Mein Ziel wäre es dort Kurse zu machen und dann im Jahresurlaub mal 1-2 Surftage einzuplanen. Wir fahren aber generell eigentlich immer nach Spanien. Hast du dort schon Erfahrungen gemacht?

Reply
Nadja 6. Juli 2022 - 22:17

Hallo Pascal,

ja ich war leider auch schon viel zu lange nicht mehr in Holland, was ich dringend ändern sollte.
In Spanien bin ich einfach gerne in San Sebastián wo ich dieses Jahr auch wieder hinfahren werde. Dazu habe ich hier auf meerdavon auch einen Artikel geschrieben 😉

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