Surfen in Klitmøller: Alles über das Cold Hawaii von Dänemark

by Jessi

Bali, Sri Lanka oder… Klitmøller?! Im deutschen Winter denken die meisten Surferinnen und Surfer darüber nach, den kalten Temperaturen zu entfliehen und sich einen Platz unter Palmen in der Sonne zu suchen. Warmes Wasser, Surfen im Bikini und auf gar keinen Fall mit frostigen Füßen aus dem Wasser kommen… Wie traumhaft! Mich ruft in der Zeit allerdings ein anderes Ziel – die dänische Nordseeküste! Der Surf-Bus wird beladen und von Hamburg aus geht es gen Norden ins winterliche Klitmøller, auch als Cold Hawaii bekannt.

Statt Surf Bikini sind ein 6/5er Winterneo, 7mm Booties und dicke Lobster-Gloves im Gepäck. Wir fahren schon seit vielen Jahren an die Westküste Dänemarks, doch der Winter in Klitmøller hat es mir besonders angetan. Immer im Januar komme ich mit Freunden hierher, um meinen Geburtstag zu feiern und natürlich auch mächtig viel zu surfen. Jedes Mal sind dieselben Leute am Start, im gleichen Haus direkt hinter den Dünen. Und nach dem Trip kehre ich jedes Mal grinsend ein Jahr älter nach Hause zurück. In diesem Beitrag berichte ich, warum die winterlichen Wellen in Klitmøller so süchtig machen und was du für einen Surftrip in den hohen Norden alles wissen musst.

1. Klitmøller: Vom Fischerdorf zum Surf Hot Spot von Nordeuropa

Klitmøller liegt in der Kommune Thisted im nördlichen Jütland, zwischen Nørre Vorupør und Hanstholm. Von meiner Hamburger Heimat aus ist man innerhalb von 5 Stunden dort. Schon die Hinfahrt zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht! Vorbei an Baumkronen, die durch starke Winde geneigt in eine Richtung wachsen, begleitet vom goldenen Licht, das durch die Dünen scheint. Willkommen im Norden von Dänemarks schöner Küstenregion!

Klitmoeller - StadtschildNach der Anfahrt endlich der ersehnte Anblick… (Klitmoeller-entry-sign by Cold Hawaii, CC BY-SA 2.0)

1.1 Jährlicher Surfer Trubel in Cold Hawaii

Bis in die 80er Jahre war Klitmøller ein verträumtes Fischerörtchen. Dann kamen die ersten Windsurfer und leiteten einen richtigen Boom ein! Der Name Cold Hawaii war geboren. Mit dem Windsurf Worldcup, der das erste Mal 2010 in Klitmøller stattfand, wurde die Region als Surfzentrum im hohen Norden bekannt.

Seither zieht es Wellenreiter und Windsurfer aus Europa das ganze Jahr über in das gerade mal 800- Seelen Örtchen. In den Sommermonaten und über die Feiertage wimmelt es geradezu vor internationalen Surfern – nicht unbedingt zur Freude der Einwohner und Fischer des Ortes. Surfer waren nicht immer willkommen, aber durch das Engagement der lokalen Surfszene wurden die Wogen geglättet. Inzwischen ist „Cold Hawaii“ als Marke für die Region zwischen Agger und Hanstholm etabliert und akzeptiert. Die Surfszene wächst stetig und Klitmøller hat alles zu bieten, was das Surferherz begehrt. Restaurants, Cafés, Supermärkte, Bäckereien und Fischbuden sorgen für das leibliche Wohl. Es gibt eine eigene Tankstelle, Campingplätze und Ferienhäuser. Sogar Surfshops, Surfschulen und ein Surfcamp – zu dem bald ein zweites dazukommt – sind aus Cold Hawaii nicht mehr wegzudenken.

Klitmøller ist im Winterschlaf am Schönsten

Klitmøller ist im Winterschlaf am Schönsten

1.2 Geheimtipp: Klitmøller im ruhigen Winter

Im Januar wird es ruhig in Cold Hawaii. Wenn die Temperaturen sinken und die Nordsee auf 5°C herunter kühlt, scheint sich Klitmøller in den gemütlich verträumten Fischerort von damals zurückzuverwandeln. Das Dörfchen fällt in den Winterschlaf und die Restaurants, Bars und Cafés sind geschlossen. An den beiden Surfshops hängen Telefonnummern, um die Inhaber bei Bedarf anzurufen – was ganz wunderbar klappt 😉 Lediglich die Supermärkte und Bäckereien haben geöffnet und versorgen hungrige Wintersurfer mit allem, was man benötigt.

Was zunächst nach nordisch-kalter Einsamkeit klingt, verleiht Klitmøller im Winter seinen ganz besonderen Charme. Jeder Tag ist anders und das macht einen Surftrip so einzigartig. Heftigste Winterstürme mit Böen von über 90km/h wechseln sich ab mit Sonnenschein, Wolken, Schneeflocken und Regen. Das alles verpackt in nur einen Urlaub! Und auch die Wellen können sich mit etwas Glück und Geduld sehen lassen.

Herrlich: Schneeflocken und Abendsonne nach der letzten Surf Session

Herrlich: Schneeflocken und Abendsonne nach der letzten Surf Session


2. Wintersurfen in Klitmøller: Alles was du wissen musst

Generell kann man in Dänemark das ganze Jahr Glück mit den Wellen haben. Die meisten Leute kommen zwischen April und Oktober wegen der angenehmeren Temperaturen. Im Winter beginnt aber die eigentliche Surfsaison: Das Wasser ist zwar kalt, doch die Wellen sind größer, leerer und beständiger. Von Januar bis März ist die beste Zeit für Klitmøller. Du erwartest nicht jeden Tag den perfekten Surf und Onshore, Strömung, Wind und Kälte versetzen dich nicht in Schrecken? Dann bist du im winterlichen Klitmøller gut aufgehoben!

2.1 Auf der Jagd nach Swell: Alles ist möglich

In Klitmøller entstehen die Wellen zum Großteil durch Windswell. Sobald es kräftig aus West, Nordwest oder auch Südwest pustet, findet man im Umkreis von Nørre Vorupør, Klitmøller und Hanstholm meistens einen Spot, der zu diesen Bedingungen funktioniert.

Ich finde die Wellen in Dänemark verhalten sich sehr fair! Natürlich muss man etliche Sessions im Onshore Hack verbringen oder stundenlang gegen die Strömung anpaddeln, um die Position im Line Up zu halten. Aber wer hat schon behauptet, Surfen sei einfach?! Dafür kommt irgendwann der Tag, an dem der Wind nachlässt oder auf Offshore dreht und damit die schönste Belohnung – saubere Wellen!

Manchmal schiebt sich allerdings auch ein Groundswell bis zur dänischen Küste durch. Klitmøllers Riffe glänzen dann mit ordentlich Druck hinter der Welle und können Vergleichen mit dem Atlantik locker standhalten. Natürlich lockt das deutlich mehr Surfer ins Wasser! Das sind die glorreichen Tage in Cold Hawaii, von denen noch sehr lange berichtet wird und wundervolle Fotos im Netz kursieren.

Sonniger Wintertag und Spot Check am Bunkers Beach

Sonniger Wintertag und Spot Check am Bunkers Beach

2.2 Klitmøllers Wellen: Erwartungen und ungeahnte Überraschungen

Bei mir hilft es generell, die Erwartungen recht niedrig zu halten. Oft sieht es von aussen erstmal schlechter aus, als es eigentlich ist! Eine surfbare Welle findet sich irgendwie immer. Und falls es doch mal schlecht läuft? Naja, Mutter Natur denkt eben nicht immer an uns Surfer. Da muss man die Wellen manchmal so nehmen, wie sie kommen… Und jeder Sprung ins Wasser macht zumindest nass.

Und apropos Natur: An den weniger wellenreichen Tagen erfreust du dich halt daran, dass gerade neben dir eine Robbe ihren Kopf aus dem Wasser steckt. Erstaunlicherweise kann so ein Robben-Kopf ganz schön groß sein und die glänzenden Kulleraugen lassen diese Kollegen sehr lustig aussehen. Das ist doch auch ein Erlebnis, oder?

Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will und nicht für längere Zeit in Klitmøller ist, sollte sich definitiv mit Surf Forecasts auseinandersetzten. Gut und einfach aufgebaut sind zum Beispiel Wisuki und Magicseaweed. Ein bisschen komplizierter, aber dafür sehr genau ist der Surfbericht von DMI. Besonders praktisch finde ich die Webcams von Waves4You, mit denen man die Spots bei Klitmøller und Nørre Vorupør selbst jenseits des Ufers gut checken kann.

Klitmoeller Surf SpotsGenerell macht es bei einem Surftrip nach Klitmøller Sinn, einen Blick auf Google Maps zu werfen. Dort sieht man, wie die Surf Spots ausgerichtet sind und welche Bedingungen funktionieren könnten. In der interaktiven Karte oben findest du eine Auswahl an Surf Spots von Klitmøller und Umgebung. Am genausten ist aber immer noch der Blick über die Düne!

2.3 Die besten Surfspots von Klitmøller und Umgebung

Das Gute an Klitmøller ist, dass die Surf Spots alle sehr nah beieinander liegen. Das spart dir natürlich lange Fahrtwege. Kurz und knapp muss man aber sagen, dass die Riffe recht windanfällig sind. Dementsprechend ist es optimal, wenn ein kräftiger Wind aus West bzw. Südwest- oder Nordwest weht, und dann auf ablandig dreht. Bei Windstille funktioniert ebenfalls ein Groundswell aus der Richtung West oder Nordwest.

Muschelriff: Wie der Name schon sagt, besteht dieser Reefbreak aus Muscheln und Steinen. Bei passenden Bedingungen produziert der A-Frame gut laufende, rechte und linke Wellen. Beachte aber, dass es hier zum Teil recht flach werden kann!

Inside Riff: Bestenfalls eine kleine linke Welle, die kaum größer als einen Meter wird. Sie ist aber perfekt für Longboarder geeignet.

Klitmøller Bucht: Rechts vor dem großen Parkplatz gibt es in der Bucht mehrere gute Sandbänke, die sich aber stets verändern. Gelegentlich kann eine starke Strömung nach rechts entstehen. Suche dir unbedingt Orientierungspunkte an Land, nicht dass du plötzlich im fernen Hanstholm rauskommst!

Surf Spots: (1) Muschel Riff, (2) Bunkers Beach, (3) Longboard am Inside Riff, (4) Boote bei Nørre Vorupør 

Am Klitmøller Südstrand wartet der legendäre Bunkers Beach. Er verdankt seinen Namen den vielen Bunkern, die noch aus dem zweiten Weltkrieg am Strand liegen. Sobald dieser Beachbreak funktioniert, ist er unter Surfern extrem beliebt. Beachte unbedingt die Vorfahrtsregeln, sei beim Rauspaddeln nicht im Weg und warte ab, bis du mit Surfen dran bist. Naja, das gilt ja eigentlich für jeden Spot 😉 Nebenan liegt das Bunkers Riff, das aus Steinen und Muscheln besteht. Ein A-Frame, der lange rechte Wellen bietet und eine schöne linke Schulter.

Ansonsten lohnt sich ein Blick ins benachbarte Nørre Vorupør, das durch seine zwei Molen noch weitere Surfvarianten für verschiedenste Konditionen bietet. 


3. Frieren muss nicht sein: So bleibst du im kalten Wasser warm!

Surfen zu winterlichen Temperaturen, von Kopf bis Fuß eingepackt in dickem Neopren, ist verständlicherweise nicht für jeden verlockend. Manchmal werden meine Füße schon zu Eisklötzen, bevor ich überhaupt das Wasser erreicht haben. In diesen Momenten frage ich mich: Warum tue ich mir das alles nur an?

Spätestens beim Rauspaddeln klatscht mir die Antwort wie ein nasser Waschlappen ins Gesicht: Ich liebe Surfen, und zwar zu allen Jahreszeiten und Wetterlagen! Durch die schneebedeckten Dünen zum Strand zu laufen hat schon was. Es knirscht unter den Booties und wenn dann noch die Sonne um die Ecke kommt, sind das sind die Momente, für die ich das Frösteln in Kauf nehme. Allerdings können die Wassertemperaturen in der Nordsee Im Januar und Februar schonmal auf 5°C sinken. Darauf sollte man als Surfer vorbereitet sein und ein paar Dinge beachten.

Frothing: Surfen mit Schneeflocken am schaumigen Shore

Frothing: Surfen mit Schneeflocken am schaumigen Shore

3.1 Die richtige Ausstattung zum Surfen in Klitmøller

Bringe unbedingt deine eigene Surfausstattung mit! Es gibt zwar Surf Shops in Klitmøller, aber sie sind im Winter nicht regulär geöffnet. Und ohne dickes Neopren ins Wasser zu springen, ist definitiv keine Option.

Das A und O ist natürlich ein angemessener 6/5er Winter-Wetsuit mit integrierter Haube. Jeder der das erste Mal so ein dickes Teil trägt, bekommt wahrscheinlich Beklemmungen und Zweifel, jemals wieder heraus zu kommen. Der Neoprenanzug muss aber sitzen wie eine zweite Haut – denn nix ist unangenehmer als eiskaltes Wasser, das durch deinen Anzug strömt. Brrrr! Falls du noch einen Wetsuit suchst, dann lies dir die Tipps im Neoprenanzug-Guide durch.

Zudem benötigst du dicke 5-7mm Booties und 5-7mm Handschuhe. Booties gibt es als Round Toe und Split Toe. In Round Toe Booties sind alle alle Zehen gemeinsam im Schuh und man hat tendenziell wärmere Füße. Der Vorteil von Split Toe Booties ist ein besseres Gefühl auf dem Surfboard, allerdings ist der große Zeh in seinem eigenen „Abteil“ einsam und friert. Bei den Handschuhen – Lobster Gloves und Fäustlingen – verhält es sich ähnlich. In Fäustlingen sind alle Finger zusammen und somit wärmer. Bei Lobster-Gloves ist neben dem Daumen auch der Zeigefinger in einem separaten Fach und wird schneller kalt; dafür hat man aber ein besseres Gefühl beim Paddeln und Take-Off. Letztlich muss jeder für sich herausfinden, was angenehmer ist.

Ein dicker Neoprenanzug und Lobster Gloves sind ein Muss

Ein dicker Neoprenanzug und Lobster Gloves sind ein Muss

Die Booties und Handschuhe werden übrigens nicht über, sondern unter dem Neoprenanzug angezogen, damit sie nicht mit Wasser volllaufen. Kleiner nasenschonender Extra-Tipp: Nach dem Surfen nicht an den Booties riechen, es sei denn sie sind gerade neu 😉

3.2 Extra-Tipps, mit denen Surfen trotz Kälte mehr Spaß macht

1. Schmier dir vor dem Surfen eine dünne Schicht Vaseline ins Gesicht! Die Fettcreme schützt vor kaltem Wasser und kalten Winden. Bei besonders kalten und windigen Bedingungen ist außerdem Ohrenschutz eine gute Idee.

2. Ohne vorheriges Aufwärmen hast du beim Surfen weniger Spaß. Denn frierst du schon zu Beginn, dann wird es schwierig, dich im kalten Meer wieder aufzuheizen. Also heize dich vorher auf und bewege dich im Wasser! Wer zulange auf dem Surfboard herumsitzt oder liegt, dem wird sehr schnell kalt.

3. Ein Surfboard mit viel Volumen bringt mehr Spaß. Denn durch das kalte Wasser und den dicken Wetsuit werden deine Bewegungsabläufe ein wenig schwerfälliger und langsamer. Also mach es dir nicht unnötig schwer mit zu kleinen, dünnen Brettern! Im Surfboard Shape Guide findest du noch mehr Tipps zur Bretterwahl.

4. Beende die Surf Session und verlasse das Wasser nicht zu spät. Also bevor deine Zähne klappern, deine Füße Eisklumpen und deine Lippen blau sind. Dein Körper muss ohnehin enorm viel Energie aufbringen, um sich warm zu halten. Also überreize ihn nicht.

Klitmøller Kult: Die Fass-Sauna am Strand

Klitmøller Kult: Die Fass-Sauna am Strand

5. Stell in deinem Ferienhaus mit Sauna den Timer an, damit sie muckelig warm ist, sobald du aus dem Wasser kommst. Selbst ohne diesen privaten Luxus kannst du in Klitmøller schwitzen: In der kleinen Faßsauna direkt am Strand mit Meerblick! Sie wird mit einem Holzofen betrieben und kann vor Ort gemietet werden. Kümmert euch rechtzeitig darum, denn sie muss erst vorgeheizt werden, damit ihr es direkt nach dem Surfen mollig warm habt. Bademantel und Adiletten sind übrigens das perfekte Aftersurf und Sauna Outfit…


4. Klitmøllers Surferszene: Es tut sich was im Staate Dänemark

Die gesamte Westküste von Agger bis Hanstholm produziert das ganze Jahr über mal mehr und mal weniger surfbare Wellen. Kein Wunder, dass sich hier auch eine Surferszene etabliert hat. Ihr Epizentrum ist in Klitmøller und Nørre Vorupør, und die Stimmung im Wasser immer freundlich und familiär. Jedenfalls habe ich nie etwas anderes erlebt, und ich fahre seit mehr als zehn Jahren zum Surfen nach Dänemark. Man grüßt sich, hält einen Plausch im Wasser und schnackt über die Wellen der letzten Tage. Hoffentlich bleibt dieser angenehme Vibe so, obwohl immer mehr Surfer Dänemark für sich entdecken. Aber dazu tragen wir ja schließlich alle selbst mit bei.

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Hjem: Kleiner Eindruck über die lokale Surfszene in Dänemark

Klitmøller bietet eine prima Infrastruktur für Surfer, wie zum Beispiel zwei gut aufgestellte Surfshops und Surfschulen mit Board- und Wetsuitverleih: Zum einen den Westwind Surfshop am Parkplatz direkt an der Bucht, zum anderen den Cold Hawaii Surfshop auf der Hauptstrasse zum Strand. Gegenüber findet man das Cold Hawaii Surfcamp, das bisher einzige in der Gegend.

In Sachen Surfkultur bewegt sich etwas in Klitmøller. Coole Marken wie Klitmøller Collective machen auf sich aufmerksam. Von ihnen findet man im Ort einen kleinen Shop, der auch im Winter ein paar Stunden in der Woche geöffnet hat. Mit Plasma Surfing gibt es sogar eine in Klitmøller gegründete Surfboard und Wetsuit Marke! Außerdem hat die Gegend mit dem Vans & Waves nun sogar ein eigenes Surf Festival.


5. Praktische Tipps für deinen winterlichen Klitmøller Surftrip

1. Packe wind- und wetterfeste Kleidung ein. Falls du Snowboarder bist: Deine Jacke und Hose eignen sich hervorragend als Winter-Strandbekleidung, den sie halten warm und sind wind- und regendicht! Ansonsten sind Onepieces aus dem Fischereibedarf empfehlenswert. Wer noch keinen Seemann seines Vertrauens gefunden hat: In Hanstholm am Hafen ist ein Laden neben dem Supermarkt.

Ski- und Snowboard-Klamotten sind perfekt für den Winter in Klitmøller

Ski- und Snowboard-Klamotten sind perfekt für den Winter in Klitmøller

2. Dünenspaziergänge am knackig-kalten Winterstrand sind ein Muss in Klitmøller! Vor allem wenn die Sonne lacht oder wenn der Sonnenuntergang alles in goldenes Licht taucht. Von diesen Momenten bekomme ich nie genug!

3. Geh bei klaren Nächten in die Dünen zum Sternenhimmel schauen! Als Stadtkind ist man es gar nicht mehr gewohnt, jeden einzelnen Stern der Milchstrasse zu sehen. In Klitmøller sind sie zum Greifen nah. Achtung: Vor lauter Staunen droht Nackenstarre 😉

4. Ein Genießertipp für die Fleischesser unter uns: Vergiss nicht, du bist im Pölserland! Die roten Hot Dog Würstchen („Pölser“) habe ich schon als Kind geliebt. Es gibt eine Spitzen Hot Dog Bude in Thisted auf dem Parkplatz am Hafen. Ebenfalls ein Must-Eat sind die Köstlichkeiten im Fischladen, entweder in Nørre Vorupør am Parkplatz oder ebenfalls in Thisted am Hafen.

5. Verbinde deinen Surfurlaub mit Wellness und miete dir ein Haus mit Sauna und Holzofen. Es gibt etliche schöne Ferienhäuser in Dänemark und in den Wintermonaten nach Silvester sind diese wesentlich günstiger!

Klitmoeller Breath

In Klitmøller kann ich durchatmen – und manchmal ist der Winter milder, als man denkt!

Klitmøller ist mein persönliches Winterparadies und ich habe vor, auch meine nächsten Geburtstage im Januar dort zu verbringen. Konnte ich dich auch für mein Cold Hawaii begeistern? Vielleicht sieht man sich bald im frostigen Line Up 🙂

Alle Bilder stammen von Jessica Voigt und Frank Römer. 

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7 comments

Christian 23. Februar 2018 - 14:34

Moin. Ich bin über die Suchbegriffe „Winter“ und „Surfen“ auf deinen Beitrag gestossen. Ich bin jedes Jahr zu Pfingsten in Klitmoeller (Nystrup Camping) und morgen (24.2.) geht es das erste mal im Winter los und ins Wasser. Ich bin gespannt ob ich meinen inneren Schweinehund überwinden werde. Danke für deinen tollen Bericht, dessen Aussagen ich voll teilen kann !

Reply
Heidi 23. Februar 2018 - 20:49

Hi Christian,
Danke für dein nettes Feedback – das gebe ich der Autorin Jessi gern weiter 🙂
Hoffentlich wird ein erster Wintertrip in Klitmoeller gut – ein Erlebnis wird es mit Sicherheit!
Liebe Grüße, viel Spaß und viel Erfolg beim Bekämpfen vom Schweinehund,
Heidi

Reply
Maria 10. Juli 2018 - 18:52

Hey. Ich bin bei meiner Suche nach Tips für surfen in Dänemark auf deinen Blog gestoßen. Ich suche verzweifelt nach Infos zum passenden Neoprenanzug für einen Surftrip anfang Oktober. Vielleicht kannst du mir ja einen Tip geben? Reicht ein 3/2er noch aus oder werde ich damit schon frieren?

Reply
Jessica Voigt 18. Juli 2018 - 13:39

Hallo Maria.
Anfang Oktober ist ein 3/2er Neoprenanzug definitiv zu kalt für die dänische Nordsee. Ich surfe derzeit einen 4/3er und wenn die Füße frieren sogar mit 3mm Booties.
Anfang Oktober würde ich fast schon einen 5/4er Neoprenanzug und Booties empfehlen.
Wünsche dir einen schönen Trip mit hoffentlich guten Wellen!

Reply
Ruwen Gierls 16. September 2018 - 13:17

Ich bin gerade über euren Artikel gestoßen, als ich nach einem Spot gesucht habe wo ich meinen Geburtstag (02.11) verbringen kann. Früher bin ich öfters gesurft (Mittelamerika, Südfrankreich u. Spanien), aber ich stand ewig nicht mehr auf dem Surfboard.
Ich habe nur ein 6.8′ retro egg und werde deshalb mein wave SUP und Windsurf Ausrüstung mitnehmen, weil ich nicht weiß ob ich mich alleine mit dem Board raus traue…
Freue mich auf jeden Fall jetzt schon

Reply
Heidi 19. September 2018 - 17:28

Lieber Ruwen,
Nur Mut! Du hast ja Erfahrung, und ich wage mal die leise These, dass du selbst im November in Dänemark nicht allein im Wasser sein wirst… Und genug Welle für dein Surfboard gibt’s bestimmt auch.
Viele Spaß und viele Grüße
Heidi

Reply
Micha Borrmann 24. Juni 2022 - 4:38

Also ich muss gestehen dass es das erste Mal in meinem Leben ist dass ich ( einen Blog – nenne ich es mal) wirklich komplett bis zum Ende durchgelesen habe und es ist noch viel seltener dass ich dann auch noch einen Kommentar hinterlasse. Vorab die Zeichensetzung findet nicht statt da ich den Text in mein Handy spreche😂🙈 aber ich muss dir sagen dass ich den Artikel wirklich sehr gut geschrieben und wirklich mit super vielen guten “ Tipps“ und Infos versehen wurde von denen ich einige persönlich erlebt auch absolut bestätigen kann. bei einigen Tipps konnte/durfte ich auch selber nochwas lernen und ich besuche Dänemark seit meinem vierten Lebensjahr jedes Jahr mindestens zwei zu 80%, aber eher mindestens viermal im Jahr nach Hvide Sande mit mindestens 1x nem Abstecher nach Bunker Klittmoller oder hanstholm etc. hoch. Das erste Mal Wellenreiten mit 14 15 in Klittmoller und hatte bis November 2019 dem Jahr vor Corona das Glück für knapp fünf Jahre jedes Jahr sechseinhalb bis 8 Monate bei Westwind Syd in Hvide Sande als Kite und windsurfing instructor zu arbeiten aber ich muss sagen mein Wissen ist nicht mal ansatzweise so gut und umfangreich wie dein Schrägstrich euer Wissen über die Gegend 🙈🤙🏽👌🏽👌🏽Vielleicht sehen wir uns ja mal alle irgendwo dort oder in HS auf/am Wasser und man kann sich mal einen Abend bei euch für ein paar Stunden mit anschließen😉 dem Text insbesondere der Art und Weise wie du ihn geschrieben hast lassen mich denken das es bestimmt ein klasse und lustiger abend werden könnte 😂🤷🏼‍♂️🙈

Also danke für deinen tollen Bericht und deine Mühe…

Vi ses på vandet 🤙🏽
Micha

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