Auf Barbados surfen: Karibikwellen, Rum und Rhythmen von Rihanna

by Laura
Barbados surfen (Foto by Barrys Surf School)

Der Inselstaat Barbados ruft viele Assoziationen hervor. Vor meiner Reise malte ich mir ein karibisches Paradies mit türkisem Wasser und konstantem Sonnenschein aus, das zum entspannten Abhängen unter Palmen mit einem Cocktail in der Hand einlädt. Und vielleicht tritt abends noch Rihanna auf, schließlich ist Barbados ihr Geburtsland. Nun, ungefähr so kann es auch sein, selbst wenn Rihannas Musik meistens aus den Boxen kommt! Doch auf Barbados surfen? Wer Wellen sucht, dem fallen zunächst bestimmt viele andere Länder ein.

Dabei ist Barbados mit seinem berühmten Spot „Soup Bowl“ unter Insidern längst eine feste Größe auf der Surflandkarte. Der kleine Staat im äußeren Südosten der Karibik überzeugt aber nicht nur in Sachen Wellen, sondern hat obendrein kulinarisch und landschaftlich sehr viel zu bieten! So fällt zumindest mein Fazit aus, nachdem ich Ende Mai eine gute Woche auf Barbados war. Als Surf- und Reisedestination ist das Land – besonders im karibischen Sommer ­– wärmstens zu empfehlen.

Barbados surfen - LauraAls letztem Stopp auf einer sechsmonatigen Mittelamerika- und Karibikreise wollte ich auf Barbados nochmal Sonne tanken und es mir gutgehen lassen, bevor es zurück nach Deutschland ging. Einige Tage surfen, unter Palmen liegen und gut essen passten daher bestens in den Plan! Vorher hatte ich keine konkreten Vorstellungen vom Surfen auf Barbados und war positiv überrascht: Warmes Wasser, gleichmäßige Wellen und eine professionelle Surfschule haben wirklich Spaß gemacht!

In diesem Artikel berichte ich nun, was du über Barbados als Surf- und Urlaubsziel allgemein wissen musst und was mir an der Karibikinsel besonders gut gefallen hat.

1. Barbados auf einen Blick: Die windige Insel der Kleinen Antillen

Barbados liegt etwa 350 km von Venezuela entfernt in der östlichen Karibik und gehört zu den Kleinen Antillen, genauer gesagt den sogenannten Windward Islands („Inseln über dem Wind“). Diese verdanken ihren Namen der Tatsache, dass sie dem Ost-Passatwind stärker ausgesetzt sind als die südlicheren Inseln. Das spürten früher schon die Seefahrer, die den Atlantik im Segelboot überquerten: Dank Wind und Strömung kamen sie am schnellsten am Rande der Windward Islands bei Martinique an. Natürlich beeinflusst der Wind auch den Surf, bläst aber nicht das ganze Jahr gleich stark.

Barbados Wetter

Typisch Barbados: Keine Wolke am Himmel

Durch den Wind ist das Wetter auf Barbados sehr angenehm. Jede Wolke wird weggeblasen und die Sonne strahlt eigentlich immer. Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei 26°C, wobei sie je nach Monat zwischen 22°C und 30°C schwankt. In der Trockenzeit (Dezember bis Mai) ist es besonders sonnig und etwas wärmer, während die Regenzeit (Juni bis November) mit der Hurrikan-Season beginnt. Dann sollte man die Sturmwarnungen im Blick behalten und kann mit häufigeren Regenschauern rechnen.

Barbados ist übrigens eine kleine Insel mit nur 430 km2 Fläche, die ihr in wenigen Stunden umfahren könnt. Das touristische Zentrum liegt im Süden und Westen rund um die Hauptstadt Bridgetown, was jedoch keinesfalls heißt, dass man sich auf diese Gegend beschränken sollte. Ich wohnte zum Beispiel im recht touristischen Dover, aber da die Insel so klein ist, könnt ihr von überall Tagesausflüge unternehmen. So kommt man aus den dicht besiedelten Wohngegenden heraus und entdeckt üppige Vegetation aus tropischen Bäumen. Und hier hat wieder der Wind die Finger im Spiel, weil er viel feuchte Luft vom Meer herüber transportiert und die Natur sprießen lässt.

Barbados Eindrücke: (1) Strassenbild, (2) tropische Blumen, (3) Palmenstrände

2. Auf Barbados surfen: Ein Traum bei Badewannen-Temperatur

Fun Fact: Auf Barbados ist nicht Wellenreiten, sondern Cricket der Hauptsport, das Schlagballspiel mit den großen Holzpaddeln! Die Insulaner betreiben es schon seit über 100 Jahren mit Feuereifer und hielten sogar die Cricket WM ab. Als Surfdestination ist Barbados hingegen erst in den letzten zehn bis zwanzig Jahren populär geworden. Seitdem wissen viele Touristen, dass hier die konstantesten Wellen in der Karibik zu holen sind. Mittlerweile werden Spots wie die Freights Bay von einigen Surfschulen angesteuert und es kann etwas voller werden. Das sehen nicht alle Locals gelassen, aber generell herrschte ein freundlicher Vibe im Wasser, als ich da war.

Barbados surfen - Crowds

Ein etwas vollerer Tag auf Barbados

Natürlich hat sich in den letzten Jahren einiges in Sachen Surfinfrastruktur getan. Du kannst auf Barbados also alles an Sachen Surfzubehör finden und vor Ort ausleihen, wenn du kein Equipment auf Reisen mitschleppen willst. Besonders toll: Bei den konstanten Wassertemperaturen von etwa 25°C bis 28°C surfst du in Surf Bikini oder Boardshorts!

2.1 Die Surfsaison auf Barbados

Auf der Landkarte sieht die Insel Barbados aus wie eine etwas verzogene Birne: Oben schmal, nach unten breiter zulaufend, mit zwei langen Seiten. Daher konzentrieren sich die meisten Spots an der Westküste, im Süden und vereinzelt an der Ostküste. Generell ist auf Barbados von November bis März die Chance auf Wellen am größten, weil dann ordentliche Ground Swells aus dem Norden bzw. Nordosten anrollen. Sie bringen die westlichen und östlichen Spots zum Laufen und heizen sogar dem Süden ein, falls sie groß genug sind. Eine perfekte Zeit, um Barbados surfend zu erkunden.

Barbados surfen - Brandons (Foto: Barrys Surfschool)

Schöne Left wie aus dem Bilderbuch (Foto: Barrys Surfschool)

Doch auch die Schultermonate um die Haupt-Surfsaison (September und Oktober sowie April und Mai) kannst du auf Barbados surfen, weil der ständig blasende Ostwind ebenfalls für Wellen sorgt. Im Westen und Süden findest du dann Offshore-Bedingungen, während der Osten leider oft im Onshore-Chaos versinkt. Am stärksten weht der Wind übrigens in der Trockenzeit von Dezember bis Mai, und lockt auch den ein oder anderen Kitesurfer oder Windsurfer an. Ich selbst war im Mai bzw. Juni auf Barbados und hatte Glück: Es gab kleine und gut surfbare Wellen!

Schultersaison auf Barbados: (1) Kleine Wellen, (2) entspannter Paddle Out, (3) Lonesome Rider

Im europäischen Sommer ist Barbados für Surfer hingegen nichts, weil es weder nennenswerten Swell noch passenden Wind gibt. Immerhin scheint die Sonne dann ziemlich konsistent vom Himmel und hat so manche deutsche Schlagerband zu musikalischen Ergüssen angeregt.

2.2 Surfspots auf Barbados für jedes Niveau

Das Schöne an Barbados ist, dass die Insel für jeden Surfer etwas zu bieten hat, egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi. Alle Spots brechen über flachem Riff oder Sand und sind mit dem Auto zu erreichen – man benötigt also nie ein Boot, um vernünftige Wellen zu bekommen. Ich beschränke mich hier auf eine kleine Auswahl an Surfspots, die ich gesehen habe oder von denen mir erzählt wurde – wer mehr Informationen will, findet sie z.B. im Stormrider Surf Guide. Im folgenden aktuellen Video bekommt ihr einen kleinen Eindruck, wie Surfen auf Barbados (bei den Pros) aussehen kann.

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Surfspots für alle Surflevel

Für Beginner ist Pebbles Beach in der Hauptstadt Bridgetown ein sehr guter Spot, sofern ausreichend Swell oder Wind da ist. Hier findet ihr einen der wenigen Beachbreaks von Barbados: Der Untergrund besteht fast nur aus Sand, was an den guten Spots auf der Insel nicht allzu häufig zu finden ist. Ihr könnt hier also einfach ins Wasser laufen und falls ihr mal vom Surfboard fallen solltet, sind Stürze nicht so schmerzhaft.

Deswegen ist beispielsweise die Freights Bay bei Christ Church an der Südküste eher für Fortgeschrittene geeignet. Der Untergrund ist sehr felsig und ihr müsst ordentlich paddeln, um ins Lineup zu kommen. Diese linke Welle bricht eher selten, aber bei einem größeren Swell lohnt sich der Weg! Als ich im Mai bzw. Juni auf Barbados war, liefen die Wellen in Freights fast jeden Tag super und die Surfschulen fuhren hin – das kann aber natürlich auch Glückssache gewesen sein 😉

Freights Bay: (1) Einsamer Tag, (2) Volles Line Up an einem kleinen Tag, (3) Spaßwelle

An kleineren Tagen ist South Point neben Freights am südlichsten Zipfel von Barbados eine Option, doch an größeren Tagen lässt man lieber die Profis ran. Über dem scharfen Riff herrscht starke Strömung und der Spot ist relativ ungeschützt vor Wind und Wetter – weshalb weniger erfahrene Surfer bei größeren Wellen lieber woanders hingehen.

Soup Bowl und Drill Hall: Die Contest Spots

Der bekannteste Surfspot von Barbados ist Soup Bowl in Bathsheba an der weniger touristischen Ostküste. Für Profis ist die „Suppenschüssel“– die ihren Namen der schaumigen Brandung verdankt – ein Muss! Es handelt sich um eine hauptsächlich rechte Welle, die man über das mit Seeigeln gespickte Riff erreicht. Sie barrelt und kann sehr groß werden! Berühmte Surfer wie Kelly Slater, der Soup Bowls zu seinen Lieblingswellen zählt, sowie Josh Kerr, Taylor Knox oder die Malloy Brothers schwärmen davon. Nicht umsonst finden hier regelmäßig nationale und internationale Surf Contests statt!

Soup Bowl Action: (1) Barrel, (2) Brandung, (3) Lage an Barbados‘ wilder East Coast (Fotos: Barrys Surfschool)

Ebenfalls ein Contest Spot ist Drill Hall Beach (Brandons) im Südwesten, wo es laut Locals die höchsten Wellen geben kann. Hier wurden schon acht Fuß bzw. knapp zweieinhalb Meter gemessen, während es im Rest des Landes maximal sechs Fuß bzw. etwa 1,80 Meter werden. An kleineren Tagen toben sich hier alle Surf Level aus und wegen der Nähe zu Bridgetown kann es im Line Up voller werden.

2.3 Überraschungsbesuch im Wasser

Besonders in der Freights Bay ist die Chance auf eine Überraschung beim Surfen groß. Während ich auf meinem Board saß und auf die nächste Welle wartete, schaute plötzlich, kaum einen Meter von mir entfernt, ein kleiner Kopf aus dem Wasser. Ich war kurz erschrocken und musste erstmal checken, wer mich da anschaut: Ein Nachwuchssurfer, neugieriger Delphin oder etwa ein Hai? Nein, tatsächlich schwammen Schildkröten mit mir durch die Wellen! Das war schon richtig cool und scheint gar keine Seltenheit zu sein. Ich wurde ständig von den interessiert mitschwimmenden Tieren begleitet!

Barbados surfen - Schildkröten

Schildkrötenbesuch im Line Up – auf Barbados keine Seltenheit

Genau genommen gibt es auf Barbados drei seltene und bedrohte Schildkrötenarten: Die echte Karettschildkröte, die Lederschildkröte und die grüne Meeresschildkröte. Die Tiere sind nicht sehr scheu, dennoch solltet ihr sie natürlich keinesfalls anfassen oder gar festhalten. Sie wurden lange wegen ihres Fleisches, ihrer Eier und Panzer gejagt und dadurch in ihrer Population stark dezimiert. Erst seit wenigen Jahrzehnten ist die Schildkrötenjagd auf Barbados verboten und heute kümmern sich Initiativen wie das Barbados Sea Turtle Project um den Schutz der Tiere. Dennoch sind sie vom Aussterben bedroht. Genießt, dass die Meeresschildkröten euch neugierig beim Surfen zuschauen, und respektiert ihren Lebensraum, besonders in der Brutzeit!

2.4 Barry’s Surfschool und andere Surfschulen auf Barbados

Eine Instanz der Surfszene auf Barbados ist Barrys Surfschool in Dover. Namensgeber Barry ist gebürtiger Barbadier und hat die Schule 2005 gegründet. Seine Frau Christie ist Mitinhaberin und war sogar schon Barbados’ Girl Surfer of the Year! Heute gibt sie vor allem den Kindern Surfunterricht und surft selber regelmäßig. Zu ihren Lieblingsspots gehört Freights an der Südküste, wenn die Wellen hoch sind und ihr Shortboard zum Einsatz kommen kann, sowie Drill Hall nebenan.

Barbados - Barrys Surfschool

Christie, Barry und Family (Foto: Barrys Surfschool)

Barry’s kann ich guten Gewissens weiterempfehlen, denn alle im Team sind nett, herzlich und man kann viel Spaß mit ihnen haben. Du kannst hier Surfequipment leihen (z.B. Surfboards in diversen Shapes von Marken wie Modern oder Hayden Shapes) oder Surfstunden nehmen, die professionell aufgezogen sind. Ich fand die Tipps der Coaches sehr hilfreich, und gleichzeitig merkt man, dass alle hier wirklich passionierte Surfer sind und ihre Leidenschaft gerne teilen. Außerdem ist die Surfschule gut gelegen, denn wenn ihr in Dover unterkommt, könnt ihr einfach zu Fuß hingehen.

Surfkurs: (1) Welcome & Trockentraining, (2) Foamies, (3) Verleihstation, (4) Homebreak (Foto: Barrys Surfschool)

Um nur Boards, Wetsuits und Co. auszuleihen, empfiehlt Christie neben ihrer eigenen Surfschule auch NKM Surf & Skate sowie Dread or Dead Surf, beides Shops in Christ Church an der Südküste. Die Ostküste ist mit der legendären Soup Bowl zwar ein Surf-Hotspot, aber hinsichtlich Ausrüstung und Verleih leider weniger gut ausgestattet.


3. Barbados an Land erleben

Barbados’ traumhaftes, türkises Wasser und die faszinierenden Schildkröten machen jede Art von Wassersport zum Highlight: Neben Surfen zum Beispiel Tauchen, Schnorcheln, Schwimmen, Segeln und Stand Up Paddeln. Wer nach dem Surfen erschöpft ist, kann sich auch einfach an einen der zahlreichen Strände in den Sand legen und die Sonne genießen. Wegen fallender Früchte aber lieber neben die hübschen Kokospalmen und nicht darunter! Auch sonst hat Barbados an Land einiges zu bieten.

3.1 Bildschöner Regenwald und unterirdische Grotten

Barbados war früher von tropischem Regenwald bedeckt, aber mit dem Zuckerrohr-Anbau verschwand leider viel der ursprünglichen Natur. Allein im Turner’s Hall Wood finden sich noch Restbestände von Urwald. Wer tropische Pflanzen und Blumen mag, dem kann ich außerdem Welchman Hall Gully empfehlen – einen Park, der in Teilen bereits vor über 200 Jahren in einer Schlucht angelegt wurde. Auf dem gepflegten Weg könnt ihr locker ein bis zwei Stunden umher spazieren, frische Muskatnüsse sammeln und den Affen beim Spielen bzw. den freilebenden Hühnern beim Umherjagen zugucken. Außerdem habt ihr eine wunderbare Aussicht und könnt in der Ferne die Bedingungen für anschließende Surfsessions checken!

Welchman Hall Gully: (1) Vegetation, (2) Affen, (3) Hühner, (4) Fernblick aufs Meer

Im Welchman Hall Gully finden sich noch Hinweise, dass Barbados von einem großen Höhlensystem durchzogen ist. Eine dieser unterirdischen Grotten ist Harrison’s Cave, und mit einer kleinen Bahn könnt ihr durch diese eindrucksvolle Welt aus Stalagmiten und Stalaktiten fahren. Oder ihr lasst euch von den Besitzern des wunderschönen Hunte’s Garden in St. Joseph’s herzlich empfangen, die dort selbst leben. In dem liebevoll gestalteten Garten lässt es sich inmitten verschiedenster Blumen, Pflanzen, Vögel und Schmetterlinge prima entspannen und es läuft leise Musik im Hintergrund.

3.2 Ab zum Stadtbummel… aber bitte nur kurz

Die Hauptstadt Bridgetown ist ehrlich gesagt kein architektonisches Glanzlicht und Geschichts- oder Kulturfans finden in der Karibik weitaus interessantere Städte. Als Abstecher für einen halben Tag lohnt sich eine Besichtigung aber schon, falls ihr aus irgendwelchen Gründen mal keine Lust auf Surfen, Strand oder Natur habt. Als einzige Stadt auf Barbados beherbergt Bridgetown das nationale Parlament mit einem Museum sowie einer Galerie, und auch die St. Michael’s Cathedral und die Barbados Synagogue lohnen sich für einen Besuch.

Barbados - BridgetownShopping-Freunde finden in Bridgetown außerdem einige Duty Free Shops und Einkaufszentren. Richtige Schnäppchen könnt ihr allerdings nicht erwarten, denn Barbados gehört (wie viele Antillen-Staaten) zu den eher teuren Destinationen. Dagegen bietet der Markt in Christ Church viele selbstgemachte Souvenirs und in den Supermärkten könnt ihr lokale Leckereien kaufen, wie Mango-Marmelade oder die typische scharfe Bajan Pepper Sauce.

3.3 Entspannte Vibes: Essen, Trinken und Feiern auf Barbados

Barbados ist ein Paradies für Menschen, die gut und gerne essen gehen, und es gibt Restaurants für jeden Geschmack. Es ist aber eben kein günstiges Reiseland, weswegen ihr lieber etwas mehr Geld für einen Trip einplant – oder euch in der Kunst übt, die Abende günstig zu halten.

Oistins Fish Market: (1) Straßenbild, (2) Leckeres auf dem Teller

Schmackhaftes und nicht zu teures Essen findet ihr auf dem Fischmarkt in der kleinen Stadt Oistins, definitiv „the place to be“ an jedem Freitagabend: Hier treffen sich Touristen und Einheimische im „Oistins Fish Fry“ zu Bier und Rumpunsch, und feiern zusammen bis weit nach Sonnenuntergang. Die Stimmung ist super entspannt und eine Platte mit viel Fisch plus Bier kosten um die 17 US-Dollar. Probiert unbedingt nationale Spezialitäten wie Flying Fish, Mahi-Mahi (Goldmakrele) und Conkies (eine Mischung aus Maismehl und anderen Zutaten, in ein Bananenblatt eingewickelt und gedünstet).

Barbados - RumAnsonsten ist Barbados als Zuckerrohrland für Rum berühmt – seit man entdeckte, dass er sich durch Fermentation und Destillation aus Molasse (dem Nebenprodukt der Zuckerproduktion) gewinnen lässt. Falls ihr nicht nur Rum trinken, sondern auch etwas über seine Geschichte und Herstellung erfahren möchtet, besucht eine der verschiedenen Brennereien: Zum Beispiel die St. Nicholas Abbey, die Foursquare Rum Factory oder die West Indies Rum Distillery. Am bekanntesten ist die Mount Gay Rum Distillery, weil sie als älteste Rumbrennerei der Welt gilt. Hier könnt ihr die Produktion beobachten und natürlich einige Rumspezialitäten probieren.

Barbados - Rihanna DriveAuf dem Weg zur Mount Gay Rum Distillery könnt ihr übrigens die Straße besichtigen, in der Rihanna aufgewachsen ist. Neben dem Straßenschild „Rihanna Drive“ weist ein Denkmal darauf hin, welche Bedeutung die Sängerin für Barbados hat und wie stolz man hier auf die berühmteste Insulanerin ist.


4. Ab nach Barbados: Anreise, Auto und günstige Unterkunft

Um auf Barbados einigermaßen günstig zu wohnen, bieten sich Gästehäuser und Appartements an. Typische Hostels gibt es leider nicht, dafür jede Menge Luxushotels. Mindestens 30 € pro Person und Tag solltet ihr für Unterkünfte einplanen, die ihr z.B. auf Booking.com oder AirBnB findet. In der Hauptsurfsaison (November bis März) ist gerade Trockenzeit, die Strandurlauber anlockt, und es ist natürlich am teuersten. In den „Schultermonaten“ hast du schon eher Chancen auf einen Schnapper.

Barbados UnterkunftUnd wie kommt man hin? Von Frankfurt aus gibt es Direktflüge nach Bridgetown, die natürlich etwas teurer sind. Wenn du bereit bist, eine längere Reisezeit und Umsteigen in Kauf zu nehmen, kannst du den Grantley Adams International Airport aber schon für um die 600 Euro (hin- und zurück) ansteuern. Der Flughafen liegt entgegen seines Namens bei Christ Church, etwa 16 Kilometer von Bridgetown und 11 Kilometer von Dover entfernt.

Zum Entdecken der Insel solltest du dir eventuell einen Mietwagen gönnen. Es gibt auf Barbados zwar öffentlichen Busse, die sehr günstig sind, aber du kommst damit teilweise nur über umständliche Umwege zu den interessanten Ecken. Reserviere daher vor der Abreise z.B. über Billigermietwagen.de (was günstiger sein kann) oder steuere am Flughafen bzw. in Bridgetown eine Autovermietung an. Teilweise vermieten sogar Surfschulen Autos! Ich hatte keins, was etwas umständlich, aber okay war, wenn du Geld sparen möchtest.

Wir bedanken uns bei Barrys Surfschool für die Bilder! Auch das Titelbild stammt von Barry und Christie.

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