Ab an die Algarve: Ein Winter-Surftrip in den Süden von Portugal

by Heidi
Algarve im Winter surfen

Portugal lockt mit einer unglaublichen Auswahl an Surf Spots, kulturellen Highlights und lokalen Leckereien wie Nata-Törtchen und Sagres-Bier. Für Surfer ist Europas westlichstes Land also immer eine Reise wert: Zum Beispiel in die beliebte Gegend um Lissabon mit ihren Surfstädtchen, das Big Wave Mekka Nazaré oder in den von Dünen geprägten Norden zwischen Porto und Galizien. Eine Ecke, die ich sträflich vernachlässigte, ist die Algarve im portugiesischen Süden. Warum? Naja, einerseits fuhr ich als Wiederholungstäterin öfters nach Ericeira und Peniche, wo nun sogar unsere Homebase ist. Andererseits dachte ich, dass die Algarve von Hotels und Pauschaltouristen übersät ist und warten kann. Spoiler: Falsch gedacht.

Schließlich lockte mich die Algarve zum letzten Wintereinbruch doch an: Weil ich anfing, zu frieren. Das lag nicht etwa an den sinkenden Wassertemperaturen – dagegen hilft ja bekanntlich dickes Neopren – sondern weil es in portugiesischen Häusern zieht wie Hechtsuppe. So was wie Doppelglasfenster, Zentralheizungen & Co. sind Mangelware und nicht jedes Haus hat einen Kamin. Außerdem sind die Wellen im mittleren und nördlichen Teil Portugals ab November dank großer Winterswells und Wind zum Surfen oft zu wild, groß und verblasen. Was also tun? „Fahrt doch an die Algarve“, raunten mir Freunde zu. „Alleine wirst du dort zwar nicht sein, aber zum Überwintern ist es da unten perfekt.“ Hmmm. Fröstelnd und auf der Suche nach einem netten Quartier gab ich Portugals südwestlichem Küstenstreifen für einen Monat eine Chance. Hier berichte ich, was ich dort erlebt habe…

1. Surfsaison: Die Algarve als beliebtes Winterdomizil

Ich habe mir von Portugal-Veteranen sagen lassen, dass man theoretisch das ganze Jahr an der Algarve surfen kann. Im Sommer sind die Wellen am kleinsten, was gerade für Surfanfänger nicht schlecht ist. An den südlich exponierten Spots (zwischen Sagres und Portimão) ist es dann aber oft flat und es tummeln sich Badetouristen. Als Surfer weicht man im Sommer lieber an die westlich exponierten Spots (zwischen Sagres und Sines) aus, wo meistens etwas läuft. Im Frühjahr und Herbst können alle Spots an der Algarve funktionieren, doch die höchste Wellengarantie hat man dank fetter Swells im Winter: Was anderswo in Portugal zu groß ist, macht hier richtig Laune. Obendrein sind die Wassertemperaturen schön mild – im 4.3er Neoprenanzug habe ich im Dezember fast nie gefroren. Allerdings kannst du damit rechnen, dass diese Bedingungen viele andere Surfer anlocken.

Surferglück: Wir hatten an der Algarve im Winter viel Spaß

Und wie sind die Wellen? Kurz gesagt, an der Algarve gibt es alles. Beach Breaks, Points und Riffe. Entspannte Wellen und schnelle Brecher mit Barrel-Potenzial. Einen Spotguide schenken wir uns aber, denn so etwas findest du z.B. bei Magic Seaweed oder Wannasurf. Stattdessen berichten wir nun, wie wir unseren Winter-Surftrip an der Algarve erlebt haben.


2. Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Unsere Zeit an der Algarve im Winter

Was für seichte deutsche Soap Operas gilt, trifft ebenfalls auf die Algarve im Winter zu: Mal gibt’s gute und mal schlechte Zeiten. Wobei man diesen Spruch schon fast zum Motto unseres Lieblingssports ernennen kann, bei dem Lust und Frust nie weit voneinander entfernt liegen. Unser Monat an der Algarve war jedenfalls von beidem geprägt – und ein paar Anekdoten will ich mit dir teilen.

2.1 Guten Zeiten: Tolle Wellen, Orte im Winterschlaf und neue Freunde

Logisch, die Algarve ist schon lange kein Geheimtipp mehr und wie überall auf der Welt kannst du hier selbst im Winter mal Pech mit den Wellen haben. Aber mit etwas Geduld beim Spotcheck erlebten wir zauberhafte Sessions, trafen nette Menschen, staunten über irre Landschaften und entdeckten authentische Küstenorte ohne eine einzige Surfschule.

Seltenes Vergnügen: Wellen an Portugals Südküste

Mein Mann Chris und ich sind digitale Nomaden. Nee, keine Landstreicher mit Router auf dem Kopf. Sondern Selbstständige, die überall online arbeiten – solange stabiles Wifi da ist. Wenn wir reisen, bleiben wir immer für mindestens für einen Monat in einem netten Strandhäuschen und erkunden von dort aus die Gegend. So auch an der südlichen Algarve, wo wir in einem winzigen Fischerdorf zwischen Sagres und Lagos wohnten. Neben zwei kleinen Supermärkten, ein paar Tavernen und lässig an der Bushaltestelle abhängenden Senioren gab es dort nicht viel. Aber immerhin einen Surfspot vor der Tür! Jeden Tag lief ich mehrmals hin, um die Wellen zu checken. Und sah meistens: Nichts. Nada. Nur flachgebügeltes Wasser. Dann stiegen wir immer ins Auto und versuchten woanders unser Glück.

Dorf-Romantik an der Algarve: (1) Steilküste, (2) Bushaltestelle aka Seniorentreff, (3) Seltener Swell kommt

Uns war von vorn herein klar, dass die südlich ausgerichteten Surf Spots an der Algarve nur bei großem Swell laufen, den es im Winter angeblich oft gibt. Doch für unseren Homespot hat es leider meistens nicht gereicht. Umso entzückter war ich, als eines Morgens – nach der Yoga-Session im dörflichen Sportclub – eine feine Welle am Strand entlang rollte. Wie von der Tarantel gestochen lief ich nach Hause, warf mich in Neoprenschale und schnappte das Surfboard. Was folgte, war eine Session mit dem italienischen Auswanderer Luigi, der ebenfalls zur goldrichtigen Zeit im Ort war. Wir lachten und warfen uns wie die Kinder in die Spaßwellen, die eigentlich viel zu nah am Strand brachen. Nach zwei Stunden war der Zauber wieder vorbei.

In 4 Wochen an der Algarve lief unser Homespot nur noch ein weiteres Mal. Mit deutlich größeren und schöneren Wellen, aber mehr Leuten und Attitude im Line Up. Doch an diese beiden Sessions an der Südküste werde ich bestimmt noch eine Weile zurückdenken – weil sie so selten und gut waren.

Solo-Surf Sessions an der Algarve sind möglich

Chris war etwas geknickt, dass er meine erste magische Surf Session am Homespot (und dann auch noch mit Luigi!) verpasst hatte. Am nächsten Tag schlich er sich früh aus dem Haus, um selbst sein Glück zu versuchen. Er jagte unseren nicht geländetauglichen Opel über die für die Algarve typischen Schotterpisten. Die bestehen aus rutschigem Geröll, Neigungen bei denen das Fahrwerk kreischt und enden im Nirvana. Oft juckelt man eine ganze Weile durch flaches, grün bewachsendes Land, vorbei an scheinbar verlassenen Bauernhöfen. Außer Vierbeinern trifft man niemanden. Bis du am Surf Spot ankommst, wo schon zig andere Campervans und Autos stehen!

Chris auf Solo-Mission: (1) Lauernd am Beach, (2) Gute Aussichten, (3) Wellengewordene Ski-Pisten

Chris war an seinem Morgen-Trip zu einem malerischen und durch Klippen windgeschützten Point an der Südwestküste sehr früh dran. So früh, dass bei seiner Ankunft gerade erst die Sonne aufging und nur zwei andere Surfer da waren. Vielleicht lag es an den großen Wellen, die Chris mir nach seiner Rückkehr mit wirrem Blick wie folgt schilderte:

„Das war wie auf einer Skipiste. Du fährst einen riesigen Berg hinunter. Nur dass der eben aus Wasser ist und echt mellow läuft. Also wenn man erst mal in der Welle drin war, lief alles wie von allein!“

Klingt doch einladend, oder?! Nach einer Stunde im Wasser kamen noch 15 weitere Surfer dazu, um sich ebenfalls den Hang hinunter zu stürzen. Chris feierte einfach nur, früher dagewesen zu sein und nahezu allein bereits einige Wellen gesurft zu haben. Es gibt sie also durchaus, die Solo Surf-Sessions an der Algarve. Zumindest für frühe Glücksvögel, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

Im Winter macht der Pauschaltourismus Pause

Lange war die Algarve für mich ein Synonym für Pauschaltourismus. Vielleicht, weil Freunde der Familie schon immer mit Kind und Kegel dorthin in den Bade- oder Golfurlaub fuhren. Doch trotz einiger Hotels und Ferienwohnungen haben viele Orte im Winter durchaus ihren Charme. Statt Sonnenbaden und Planschen ist dann nämlich Wassersport angesagt. Es sind weder Sonnenanbeter noch Kitschverkäufer da und am Strand hast du freie Sicht, da alle Schirme weggepackt sind. Natürlich kannst du trotzdem ausgehen: Selbst in unserem kleinen Fischerdorf hatte ein Pub geöffnet – Live Musik, heftig feiernde Briten und vollen Gläser inklusive. Wer will, der kann!

Winterschlaf: (1) Tropenfeeling an der Algarve, (2) Leerer Beach in Luz, (3) Sales in den Surfshops in Sagres

Konkrete Tipps gefällig? Lagos hat eine hübsche Altstadt, die zum Bummeln einlädt, und gute Surf Spots. Obwohl es ein beliebtes Touristenziel ist, trafen wir nette Locals im Wasser, die Surftouristen durchaus die Vorfahrt lassen und auch mal für einen Scherz zu haben sind. Luz ist mit seinen weiß getünchten Häusern und dem fast tropisch anmutenden Beach einen (Surf-)Ausflug wert. Und in Sagres hält man es in den kleinen Cafés mit Galão (portugiesischer Kaffee) einige Stunden aus. Besonders lecker sind die Burger im Dromedario! Auch die Ortschaften im Naturpark Costa Vicentina haben uns gut gefallen. Also sattle deinen fahrbaren Untersatz und halte an, wo es dir gefällt!

Alte Surfgeheimnisse mit neuen Freunden entdecken

Unterwegs schließen wir Freundschaften schneller und genießen sie intensiver, wenn wir auf ähnlich tickende Surf- und Outdoor-Heinis treffen. So wie die Camperfans Nina und Anna mit ihrem Labrador-Dackel-Mischling Otto (Kurzform, kein Witz: Labrackel). Wir trafen unsere drei neuen Freunde an einem alten Secret – also einem Surfspot, der eigentlich auf vielen Surf-Plattformen steht, aber etwas weiter ab vom Schuss liegt. Ja, solche Orte gibt es an der Algarve noch und nur wenige Leute haben sie auf dem Schirm! Geduldige Autofahrer und Menschen, die gern mit Board einen Hügel hinunter kraxeln, können also durchaus kleine Juwelen entdecken.

New Friends, Old Secrets: (1) Parkplatz-Romantik, (2) Wir sind das Line Up, (3) Labrackel Otto 

Unser Semi-Secret ist ein kleines Dörfchen bei Aljezur mit Lagune und Beachbreak, den viele Surfer als mittelmäßig beschreiben und gar nicht erst aufsuchen. Gut so, mehr Platz für uns 😉 Wir waren an jenem sonnigen Wintertag kaum aus dem Wasser zu bekommen. Nicht weil die Wellen überirdisch geil waren, sondern wir sie für uns hatten! Nach der Session stärkten wir uns mit lecker Grillgut, kühlem Bier und plauderten unter dem Sternenhimmel, bis der Hintern auf der Decke gefror. Was lernen wir daraus? Erstens: Im Winter an der Algarve ist die Chance groß, nette Surfer Dudes und Dudettes zu treffen. Und zweitens: Die weniger betretenen Routen führen oft zu den schönsten Flecken!

2.2 Schlechte Zeiten: Camper Crowds, weite Wege und Surf Grantler

Florierender Surftourismus hat immer Schattenseiten. Bevor du nun also denkst, die Algarve sei das wahre Paradies für Surfer: Lies unbedingt weiter, um zu wissen womit du bei einem Surfurlaub in Portugals Süden – gerade im Winter – rechnen musst.

Viele Surf Spots, aber auch viel Fahrerei

Die Algarve hat durch die beiden Küsten ein besonders großes Swellfenster. Läuft an der Südküste nichts, macht man sich einfach auf zur Westküste, wo zwischen Sagres und Sines garantiert eine Welle bricht. Und ist es an den Westküsten-Spots zu groß oder zu stürmisch, lohnt sich ein Check der südlich ausgerichteten Spots zwischen Sagres und Portimão. Theoretisch ist die Auswahl an der Algarve riesig und die Wellengarantie im Winter hoch. Allerdings bedeutet das auch viel Zeit für den Spotcheck, denn bequeme Beach Cams gibt es an den meisten Orten der Algarve nicht. Außerdem sind die Distanzen weit und auf den Schotterpisten, die man lieber mit „Sie“ anredet, ist langsam Fahren angesagt.

Für Langzeit-Urlauber und Camper ohne Zeitdruck ist das kein Problem – bei nur wenigen Tagen Surfurlaub oder festen Arbeitszeiten wie bei uns schon. Nach Feierabend hatten wir im Dezember genau einen Versuch für den Spotcheck, bevor es 17:30 langsam dunkel wurde. In vier Wochen waren wir bei Weitem nicht jeden Tag im Wasser, weil z.B. der gecheckte Spot trotz vielversprechendem Forecast nicht lief. Trotzdem gab es gute Sessions, die man einfach umso mehr schätzen muss.

Auf dieser Strecke musste der Unterboden unseres Wagens leiden…

Der Winter an der Algarve ist mild, doch es ist immer noch Europa

Du willst im Winter tropische Temperaturen? Dann fahr nach Bali, Sri Lanka & Co. – an der Algarve ist es zwar mild, aber nicht heiß. Im Dezember haben wir uns im Wasser mit einem 4.3er Neoprenanzug meistens wohl gefühlt, doch bei stärkerem Wind wird Frostbeulen wie mir trotzdem mal kalt. Packe unbedingt Ohrenstöpsel ein, um die Lauscher an der zugigen Algarve vor Entzündungen und dem gefürchteten Surfers Ear (durch Wind und kaltes Wasser verursachtes Wuchern der knöchernen Strukturen im Ohr) zu schützen.

An Land schwanken die Temperaturen zwischen Tag und Nacht sehr stark. Tagsüber waren wir bei Sonnenschein und milden 18 bis 20 Grad im T-Shirt unterwegs, für kurze Hosen war es meistens zu frisch. Am Nachmittag oder am frischen Tagen freut man sich über eine winddichte Jacke und einen kuscheligen Hoodie, und nachts kühlt es mancherorts sogar auf unter 0 Grad runter. Dicke Sachen sind also Pflicht, vor allem wenn du abends gemütlich vorm Camper sitzen willst!

Im Winter an der Algarve mag ich es warm: (1) Mit 4.3er Neoprenanzug im Wasser und (2) Hoodie & Beanie an Land

Camper Crowds und jede Menge Müll

Spätestens seit #vanlife ein Hashtag ist, sind auf Südeuropas Küstenstraßen fast mehr Campervans unterwegs als normale Autos. Wir waren jedenfalls überrascht, wie viele wir davon im Dezember an der Algarve gesehen haben. Egal ob Deutsche, Schweizer, Niederländer, Franzosen, Spanier oder Portugiesen: Sobald der Atlantik in den Wintermodus schaltet und die Wellen überall sonst in Europa zu kalt, stürmisch und wild werden, brechen Surfer und Meeresfreude aus der EU zum Überwintern an die Algarve auf. Besonders kurz vor Weihnachten ist die Hölle los, da viele die Feiertage für einen Urlaub nutzen. Die meisten kennen die Top Surf Spots an der Algarve – und selbst wenn sie am Ende des letzten Schotterweges verborgen liegen, wird der Parkplatz sehr gut gefüllt sein.

Algarve surfen im Winter - Campervans

Selbst an abgelegenen Orten stehen Armadas von Campern

Wie oben beschrieben ist es an der Algarve trotzdem möglich, nahezu allein zu surfen. Doch es gehört schon sehr gutes Timing und Glück dazu. Was uns an den Horden an Campern aber wirklich stört, ist der unverantwortliche Umgang mit der Natur. Auf den ersten Blick sind die Strände relativ sauber. Doch schau man genauer hin, liegt im Sand, zwischen Steinen und Pflanzen viel Müll – wie leere Getränkedosen, Verpackungen, Fäkalien und Toilettenpapier. Traurige Lowlights: An einem Beach hatte jemand eine alte Matratze abgeladen und woanders hatten Urlauber die geschlossene Toilette eines Restaurants nicht hingenommen – sondern sich einfach direkt davor erleichtert.

Algarve Beach Clean Up

Beach Clean Ups sind an der Algarve (leider) nötig

Wenn das so weitergeht, könnte es mit dem eigentlich verbotenen, aber bisher weitestgehend geduldeten Wildcampen an der Algarve bald vorbei sein. Dabei ist es doch eigentlich leicht, seinen Müll selbst mitzunehmen, an einem flachen Tag einfach mal ein Beach Clean Up zu machen und nicht buchstäblich auf die Natur zu scheißen…

Grummelige Locals und selbsternannte Platzhirsche

Wie reagiert ein Local, wenn Surftouristen seinen Home Spot überrennen? Bestenfalls grummelig, schlimmstenfalls mit verbalen Pöbeleien oder Fäusten. Ganz so schlimm war es an der Algarve nicht, aber gelegentlich kippt die Stimmung. Gerade im Winter, wenn wirklich viel los ist. Ein Vorfall ereignete sich, als unser Homespot im kleinen Fischerdorf lief. Wie gesagt kam das nur zweimal innerhalb von vier Wochen vor. Anfangs waren wir noch allein, bis nach zwei Stunden immer mehr Leute anrückten. Darunter war ein Bodyboarder, der im Line Up sofort Ansagen machte: „Ich bin der Local, ich habe immer Vortritt und ihr Touris habt hier eigentlich nix verloren.“ Sofort war die Stimmung gedrückt. Spätestens als besagter Typ einem Surfer seine Flossen ins Gesicht trat, war die Session für uns vorbei. Beim Rausgehen trafen wir noch zwei andere, sehr nette Locals – und wissen nicht, wie die Situation sich im Line Up noch entwickelt hat.

Ebenfalls ein Phänomen sind Nicht-Portugiesen, die seit ein paar Jahren an der Algarve leben. Sie betrachten sich selbst als Halb-Locals, stellen sich anderen gegenüber als solche vor und wollen Überlegenheit demonstrieren: Zum Beispiel mit zickigen Kommentaren am Spot oder Paddelkämpfen im Wasser. Freunde von uns haben solche Typen getroffen.

Algarve Localism

Na na… Hoffentlich ist der Strick an diesem Spot kein Zeichen!

Natürlich sind Bekanntschaften dieser Art selten und die meisten Surfer entspannte Menschen. Doch rechne damit, dass es in surftouristischen Hochburgen zu Localism und Platzhirschgehabe kommen kann. Unser Motto ist immer: What goes around, comes around. Sei nett zu anderen, dann sind sie nett zu dir. Und Karma is a bitch. Meistens funktioniert das recht gut und wir haben nette Sessions.


3. Die Algarve wird uns wiedersehen

Den perfekten Surftrip gibt es nicht, genauso wenig wie den perfekten Ort. Das wäre doch auch langweilig, oder? Doch während man das Wetter und die Strecken an der Algarve nun mal hinnehmen muss, können wir den Umgang mit Müll und unser eigenes Verhalten im Line Up durchaus beeinflussen. Daher, Folks: Lasst uns mit positiven Beispiel vorangehen! Nicht nur eigenen, sondern auch mal fremden Müll entsorgen. Und einfach dufte Typen sein. Das gibt Karma-Punkte, erfreut die Natur und die Mitmenschen. Die Algarve wird uns jedenfalls wiedersehen.

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1 comment

Mueller 30. Januar 2019 - 19:57

Hallo Heidi !!!
Eine sehr schöne und informative Webseite, würden sie gerne an unsere Gäste weiterempfehlen, wenn erlaubt:

Wir vermieten unsere Ferienwohnungen in Lagos und suchen immer nach guten Ideen und tollen Webseiten.

Viele Grüße
Fam. Mueller

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